Hepatitis C und HIV: Auf gefährliche Viren testen lassen

13.06.2016
Wer den Verdacht hat, sich mit Hepatitis C oder HIV angesteckt zu haben, sollte mit einem Test für Gewissheit sorgen. Denn nur bei einer frühzeitigen Erkennung, können Therapien zum Erfolg führen.
Wer Symptome wie Gewichtsabnahme, Fieberschübe und Nachtschweiß bei sich feststellt, sollte nicht zögern, einen HIV-Test zu machen. Foto: Angelika Warmuth
Wer Symptome wie Gewichtsabnahme, Fieberschübe und Nachtschweiß bei sich feststellt, sollte nicht zögern, einen HIV-Test zu machen. Foto: Angelika Warmuth

Würzburg (dpa/tmn) - Manche Menschen tragen den Hepatitis-C- oder HI-Virus in sich, ohne es zu wissen. Sie lassen sich nicht testen, etwa weil sie sich vor den Folgen fürchten oder davor, wie die Umwelt möglicherweise reagiert.

Es ist sehr wichtig, solch einen Virus frühzeitig zu entdecken. Darauf weist Prof. Hartwig Winkler hin, Präsident des Kongresses für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin 2016 in Würzburg. So haben HIV-Patienten mit entsprechender Therapie nahezu die gleiche Lebenserwartung wie Menschen ohne das Virus, und Hepatitis C lässt sich in der Mehrheit der Fälle vollständig heilen. Unentdeckt aber drohen Folgeschäden wie eine Leberzirrhose.

Das Problem: Wer nicht zur Risikogruppe gehört, denkt häufig nicht daran, sich testen zu lassen. Dabei sollten etwa auch Menschen, die früher vielleicht sporadisch ungeschützten Sex hatten, sich testen lassen. Manchmal weisen auch Auffälligkeiten wie Blutbildveränderungen oder Eiweißverschiebungen auf eine HIV-Infektion hin. Auch Symptome wie Gewichtsabnahme, Fieberschübe und anhaltender Nachtschweiß sollten skeptisch machen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Mit der elektronischen Patientenakte sollen medizinische Unterlagen an einer Stelle digital gebündelt werden. Foto: Halfpoint/Westend61/dpa-tmn Was Sie zur E-Patientenakte wissen müssen Keine Ordner voller medizinischer Unterlagen mehr, stattdessen vom Befund bis zur Therapie alles in einer App. Das verspricht die neue elektronische Patientenakte. Doch zum Start gibt es Kritik.
Wenn die Nase läuft und der Hals kratzt, suchen viele im Internet nach Tipps und Hausmitteln. Dabei sollte man nicht jeder Information vertrauen. Foto: Silvia Marks Darauf kommt es an: Gesundheits-Infos im Netz Das Internet ist für viele ein selbstverständliches Rechercheinstrument - auch wenn es um die Gesundheit geht. Dagegen ist nichts zu sagen. Doch es sind Vernunft und etwas Skepsis gefragt, damit aus Information nicht Desinformation wird.
Masken können für Kinder zwar unbequem sein. Laut Experten haben sie aber keinen Einfluss auf das Atmen oder die Sauerstoffversorgung. Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn Masken sind kein Gesundheitsrisiko Mund-Nasen-Bedeckungen sind ein wichtiger Bestandteil bei der Eindämmung des Coronavirus. Manche glauben aber, ihnen schaden die Masken. Dabei ist - wenn überhaupt - das Gegenteil der Fall.
Im Labor werden zum Nachweis einer Infektion Abstriche aus dem Nasen-Rachen-Raum auf das Sars-CoV-2-Virus getestet. Foto: Oliver Berg/dpa/dpa-tmn Was Verbraucher zum Corona-Test wissen sollten Bin ich positiv? Habe ich die Infektion vielleicht unbemerkt schon durchgemacht? Von einem Corona-Test versprechen sich viele Menschen Klarheit - die dieser aber mitunter nur einschränkt liefern kann.