Handgelenke können Schwachstelle beim Sport sein

15.04.2016
Nicht nur die Muskeln, auch die Gelenke werden beim Sport häufig stark belastet. Vor allem die Handgelenke sind schnell überstrapaziert. Um Schmerzen zu verhindern, sollte man sie vor dem Training gut aufwärmen.
Auch wer gut durchtrainiert ist, riskiert Beschwerden in den Handgelenken, wenn er Liegestützen macht. Foto: Sebastian Gollnow
Auch wer gut durchtrainiert ist, riskiert Beschwerden in den Handgelenken, wenn er Liegestützen macht. Foto: Sebastian Gollnow

Hamburg (dpa/tmn) - Liegestütz, Plank oder Vierfüßlerstand: Bei solchen Übungen sind auch die Handgelenke gefordert. Und die sind bei manchen weit weniger fit als der restliche Körper.

«Die Handgelenke sind nicht gut geschützt: Es gibt dort keine Muskeln als Stütze», erklärt Rüdiger Reer vom Deutschen Sportärztebund (DGSP). Dort finden sich Sehnen, Bänder, Schleimbeutel und Nerven. Auch durch ihre knöcherne Struktur seien sie eher instabil. «Und aufgrund dieser anatomischen Gegebenheiten leider auch nicht besonders zugänglich für Stabilisierung durch Kräftigung», erklärt Reer, der Professor im Arbeitsbereich Sport- und Bewegungsmedizin des Instituts für Bewegungswissenschaft der Universität Hamburg ist. Deshalb ist Aufwärmen und Dehnen der Handgelenke vor der Belastung wichtig.

Um Schmerzen vorzubeugen, ist für Liegestützen und Co. eine gute Technik nötig. Die kann man sich etwa von einem Physiotherapeuten zeigen lassen. «Der kann auch individuell sinnvolle Aufwärm- und Dehnübungen zeigen.» Hat man starke Beschwerden oder kann den Bewegungsablauf nicht anpassen, gibt es spezielle Stützen für die Handgelenke.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
EMS sollte grundsätzlich nur unter Anleitung professioneller praktiziert werden. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn Mit EMS nur unter Anleitung trainieren Schnell fit werden mit wenig Aufwand - das verspricht das sogenannte EMS-Training. Im Fitnessmarkt ist es zu einer festen Größe geworden. Tatsächlich ist das Training sehr effektiv. Wird es nicht fachgerecht angewendet, kann es aber gefährlich werden.
Im Winter tragen Sportler am besten mehrere Schichten übereinander. Foto: Soeren Stache/dpa Outdoor-Sport: Thermokleidung nur bei extremer Kälte tragen Outdoor-Sport stärkt die Abwehrkräfte und hilft gegen den Winterblues. Doch sinken die Temperaturen, zieht es Freizeitsportler immer weniger nach draußen. Dabei gibt es einfache Mittel, sich vor Kälte zu schützen.
Das Training auf der Wippe soll den Körper in Schwung bringen und die Balance fördern. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn Mit Bodyfly den Körper in Schwung bringen Klar, Sport hält den Körper in Form. Doch für einige Fitnesstreibende ist es auch wichtig, die Körperwahrnehmung und den Geist zu trainieren. Das geht mit Bodyfly.
Laufen ist gut - für das Herz, den Kreislauf, das Wohlbefinden. Wer sich überwindet, tut sich einen Gefallen. Foto: Christin Klose Vom Nicht-Läufer zum Läufer werden Den guten Vorsätzen steht bei vielen der Schweinehund im Weg. Ihn sollte man gut pflegen - und sich gar nicht erst irgendetwas vornehmen, rät der Buchautor und passionierte Läufer Achim Achilles. Stattdessen schließt man besser einen Vertrag mit sich selbst.