Gutscheinversand für FFP2-Masken läuft schleppend

12.01.2021
Zum Schutz vor einer Ansteckung mit Corona sollen Menschen über 60 sowie chronisch Erkrankte auch im Januar eine gewisse Anzahl an FFP2-Masken gratis erhalten. Doch bei der Vergabe der Gutscheine hakt es.
Der Versand der Gutscheine für FFP2-Masken an Risikopatienten läuft aktuell schleppend. Foto: Angelika Warmuth/dpa
Der Versand der Gutscheine für FFP2-Masken an Risikopatienten läuft aktuell schleppend. Foto: Angelika Warmuth/dpa

Berlin (dpa) - Der Gutscheinversand für FFP2-Masken läuft laut dem Deutschen Apothekerverband (DAV) schleppend an. Die Masken sind für Menschen über 60 und chronisch Erkrankte vorgesehen.

«Es fragen Kunden in den Apotheken nach: «Wo bleiben die Gutscheine?»», sagte die stellvertretende Sprecherin des Verbands, Ursula Sellerberg.

Es fragten auch immer wieder Kunden nach, ob sie noch einmal kostenlose Masken bekommen könnten, weil sie noch keine Gutscheine bekommen hätten.

Der Bund hatte die Ausgabe der verstärkt schützenden FFP2-Masken für diesen Winter für Menschen mit besonders hohem Risiko für schwere oder tödliche Krankheitsverläufe beschlossen - das sind bis zu 27 Millionen Menschen. In einem ersten Schritt im Dezember vergangenen Jahres konnten Betroffene drei Masken gratis in der Apotheke holen. Ab 1. Januar sollten sie von der Krankenkasse Gutscheine für zweimal je sechs Masken mit einem Eigenanteil von jeweils 2 Euro bekommen.

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen teilte mit, die Auslieferung der Gutscheine durch die Bundesdruckerei sei vergangene Woche gestartet. Nun seien die Krankenkassen selbst für das Umpacken und Versenden an die Versicherten verantwortlich. Wie viele Gutscheine von den einzelnen Kassen bereits versendet wurden, sei dem Verband derzeit nicht bekannt. Die privaten Krankenkassen würden bis Ende dieser Woche rund 1,2 Millionen Briefe an die Versicherten versenden, so der Sprecher des Verbands der Privaten Krankenversicherung (PKV).

FFP2-Masken filtern Partikel besonders wirksam aus der ein- oder ausgeatmeten Atemluft, sie bieten aber auch keinen 100-prozentigen Schutz. Den Bund kostet die Aktion rund 2,5 Milliarden Euro.

© dpa-infocom, dpa:210112-99-995094/4


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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