Grundschüler bekommen oft kein Taschengeld

24.07.2020
Nicht alle Eltern zahlen ihren Kindern Taschengeld. Wenn doch, orientieren sie sich bei der Höhe vor allem am Alter und seltener an guten Noten.
Eigenes Geld haben nicht alle Grundschüler. Viele Eltern zahlen ihren Kindern kein regelmäßiges Taschengeld. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Eigenes Geld haben nicht alle Grundschüler. Viele Eltern zahlen ihren Kindern kein regelmäßiges Taschengeld. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Nur etwas mehr als die Hälfte der Grundschüler bekommt derzeit regelmäßig Taschengeld. 45 Prozent der Eltern zahlen ihren Kindern nichts, wie eine repräsentative Umfrage von Forsa im Auftrag von Cosmos Direkt zeigt. Bei der letzten Erhebung 2018 zahlten nur 39 Prozent der Eltern ihren Kindern kein Taschengeld.

Im Durchschnitt bekommen Kinder zwischen 6 und 9 Jahren der Umfrage zufolge derzeit 3,30 Euro pro Woche. 2018 waren es mit durchschnittlich 3,50 Euro nur wenig mehr.

Die meisten Eltern (67 Prozent),die ihren Kindern Taschengeld zahlen, machen die Höhe vom Alter abhängig. 17 Prozent knüpfen die Höhe an die Klassenstufe. Für 12 Prozent der Eltern ist hingegen das Verhalten ihres Kindes ausschlaggebend und für 6 Prozent die Schulnoten.

Gezahlt wird das Taschengeld bei den meisten wöchentlich (74 Prozent),seltener monatlich (24 Prozent). Nur 1 Prozent der 6- bis 9-Jährigen bekommen täglich Taschengeld.

Für die repräsentative Umfrage wurden zwischen dem 1. und 20 Juli 2020 insgesamt 501 zufällig ausgewählte Eltern von 6- bis 9-jährigen Kindern telefonisch befragt.

© dpa-infocom, dpa:200724-99-912540/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Laut einer Umfrage bekommen Grundschüler im Schnitt 3 Euro pro Woche Taschengeld. 41 Prozent der Eltern gaben an, dass sie Kindern im Alter von 6 bis 9 Jahren gar kein Geld auszahlen. Foto: Patrick Seeger Grundschüler: 3 Euro Taschengeld pro Woche Wie viel Geld gebe ich meinem Kind? Welcher Betrag ist angemessen in dem Alter? Diese Fragen stellen sich wahrscheinlich viele Eltern. Eine Umfrage im Auftrag von Cosmos Direkt zeigt, wie es andere Eltern machen.
Die Sommerferien stehen vor der Tür. Für viele Schüler eine gute Gelegenheit einen Ferienjob anzunehmen. Doch die Regeln sind recht streng. Foto: Holger Hollemann Junge Schüler brauchen für Ferienjob Zustimmung der Eltern Die Sommerferien nutzen viele Schüler, um ihr Taschengeld aufzubessern. Die kleinen Jobs fördern zudem die Eigenständigkeit und gewähren Einblicke in die Arbeitswelt. Doch die Regeln sind recht streng.
In jungen Jahren gehen Kinder mit ihren Wertsachen leichtsinnig um. Kommen sie abhanden, sollten Eltern nicht anstandslos für Ersatz sorgen. Foto: Jens Kalaene Auf Sachen aufpassen müssen Kinder erst lernen Die Wertsachen kleiner Kinder kommen nicht selten durch Eigenverschulden abhanden. Eltern sorgen dann schnell für einen Ersatz. Das ist nicht unbedingt nötig, wie Experten zu Bedenken geben.
In Corona-Zeiten geben auch Kinder und Jugendlich weniger Geld aus. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa-tmn Kinder und Jugendliche geben in der Corona-Krise weniger aus Seit Beginn der Corona-Krise sitzt das Geld bei vielen nicht mehr so locker. Das gilt auch für Kinder und Jugendliche.