Grünes Licht für Digitalisierung im Gesundheitswesen

06.05.2021
Videosprechstunden und elektronische Rezepte: Das Gesundheitswesen soll digitaler werden. Den Rahmen hierfür gibt ein neues Gesetz vor, dem nun der Bundestag zustimmte.
Ein neues Gesetz soll die Weichen für mehr Digitalisierung bei der Gesundheitsversorgung stellen. Foto: Monika Skolimowska/ZB/dpa
Ein neues Gesetz soll die Weichen für mehr Digitalisierung bei der Gesundheitsversorgung stellen. Foto: Monika Skolimowska/ZB/dpa

Berlin (dpa) - Der Gesundheits- und Pflegebereich soll digitaler werden und damit den Patienten das Leben erleichtern. Der Bundestag hat nun ein Gesetz verabschiedet, das unter anderem Vereinfachungen bei Videosprechstunden und elektronischen Rezepten vorsieht.

Darüber hinaus sollen verstärkt Gesundheits-Apps zum Einsatz kommen - etwa um durch Übungen und Training den Zustand von Patienten zu stabilisieren und dadurch Stürze oder das Fortschreiten von Demenz zu verhindern.

Konkret sieht das Gesetz ein neues Verfahren vor, damit Krankenkassen die Kosten für neue digitale Angebote erstatten. Die Nutzung von Videosprechstunden soll dadurch erleichtert werden, dass Termine dafür über die bundesweite Service-Hotline 116-117 vermittelt werden. Zudem können auf diesem Weg künftig nicht mehr nur Ärzte, sondern auch Hebammen und Psychotherapeuten kontaktiert werden.

Elektronische Rezepte können in Zukunft für mehr Arzneimittel und Anwendungen ausgestellt werden als bisher. Auch die elektronische Patientenakte, auf der Versicherte ihre Daten wie Befunde und Röntgenbilder speichern können, erhält schrittweise mehr Funktionen.

© dpa-infocom, dpa:210506-99-496003/2

ursprünglicher Gesetzentwurf der Bundesregierung

Beschlussempfehlung mit zahlreichen Änderungen

Bundesgesundheitsministerium zu Übersicht über Gesetzespläne


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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