Gift in Frostschutzmittel wirkt verzögert

18.01.2019
Gefährliche Chemikalien wie Frostschutzmittel sollten im Haushalt Kindern unzugänglich aufbewahrt werden. Kommt es zu einer Vergiftung, müssen Eltern schnell Hilfe anfordern.
Frostschutzmittel ist hochgiftig und sollte von Kinderhänden ferngehalten werden. Foto: Holger Hollemann
Frostschutzmittel ist hochgiftig und sollte von Kinderhänden ferngehalten werden. Foto: Holger Hollemann

Hamburg (dpa/tmn) - Frostschutzmittel ist giftig und gehört deshalb auf keinen Fall in Kinderhände. Denn die Kleinen verwechseln die giftige Flüssigkeit wegen der bunten Farbe und des Geruchs schnell mit Limonade, warnt die Aktion «Das sichere Haus».

Haben Kinder doch einmal Frostschutzmittel verschluckt, sollten Eltern schnell Hilfe holen - auch wenn sich zunächst keine Symptome zeigen. Denn die ersten Anzeichen einer Vergiftung wie Bauchschmerzen und Übelkeit treten erst mit Verzögerung auf.

Eine erste gute Maßnahme ist ein Anruf beim örtlichen Giftinformationszentrum, am besten mit der Frostschutzmittel-Flasche in der Hand: So lässt sich die genaue Zusammensetzung schnell klären. Wenn Kinder schon erbrechen oder über Atemnot klagen, wählen Eltern am besten direkt die 112.

Liste der Giftnotrufzentralen und -informationszentren


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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