Foilbiking: Mit dem Rad übers Wasser düsen

08.09.2021
Der Wassersport bekommt eine neue Disziplin: das Foilbiking. Statt im Boot oder auf einem Board ist man hier auf einem Fahrrad unterwegs - und zwar bis zu 20 Stundenkilometer schnell. Was genau hat es mit diesem Trend auf sich?
Auf dem Starnberger See können Wassersportfreunde ein Foilbike ausprobieren. Foto: Katrin Requadt/dpa
Auf dem Starnberger See können Wassersportfreunde ein Foilbike ausprobieren. Foto: Katrin Requadt/dpa

Icking (dpa) - Es fing an mit einer Flaute beim Segelkurs - das Foilbiken. Mittlerweile sind die kuriosen Geräte, eine Art Fahrrad auf dem Wasser, auf bayerischen Seen immer wieder mal zu sehen.

Günter Gross aus Icking am Starnberger See hat sich zusammen mit ein paar Mitstreitern das erste Foilbike aus Neuseeland angeschafft, nachdem auf dem See beim Segeln kein Wind war und ihm eine Freundin ein Bild von einem Foilbike gezeigt hatte. Mittlerweile bietet er Kurse an und will den Sport in Deutschland bekannt machen.

«Wir haben die Skier beiseite gelegt. Wir fahren auch im Winter auf den See, schauen uns die Landschaft an, du kannst die Fische von oben sehen, das ist sehr kontemplativ», sagte der 56-jährige IT-Fachmann der Deutschen Presse-Agentur. «Wir sind auch bei minus zehn Grad unterwegs.» In einem Neoprenanzug sei das «pudelwarm». In Deutschland seien sie sowas wie Foilbike-Pioniere.

Das Gefährt kann bis zu 20 Stundenkilometer schnell werden. Es funktioniert wie ein E-Bike auf dem Wasser und hat Tragflächen. «Es ist kein Tretboot, denn wer nicht tritt, geht unter», sagte Gross. Sportlich sollte man also sein für den Trend, über den zuvor die «Süddeutsche Zeitung» berichtet hatte.

Zwar gebe es viele Neugierige, die sich für den Sport interessierten. Aber die Nachfrage halte sich doch in Grenzen. «Ein Massensport wird es definitiv nicht», sagte Gross. Vielleicht liegt es auch am Preis. Damals habe er mehr als 10.000 Euro für das Gerät bezahlt. Zwar können Fahrräder noch teurer werden, aber das Rad ist eben auch ein Transportmittel und nicht nur Vergnügen.

© dpa-infocom, dpa:210908-99-137458/2

Webseite Waterbike-Friends


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Ein Mann mischt sich nach dem Training Proteinpulver in seinen Shaker. Foto: Nicolas Armer/dpa Männer und die Muskelsucht Sie haben durchtrainierte Körper und Muskel-Berge. Beim Blick in den Spiegel fühlen sie sich trotzdem schlaff. Männer mit Muskelsucht sind nie zufrieden mit ihrer Figur. Eine Spurensuche, ab wann Sport zur fixen Idee wird.
Alter Kaffeesatz eignet sich für die Pilzzucht. Mit dem Set von Ralph Haydl lassen sich darauf verschiedene Pilzsorten anbauen. Foto: Daniel Karmann/dpa Köstliche Pilze auf altem Kaffee anbauen Jeden Tag landet massenhaft Kaffeesatz im Müll. Dabei könnte man diesen noch sinnvoll nutzen - zum Beispiel um Speisepilze darauf anzubauen.
Mitglieder des Sportvereins TSG Blankenloch trainieren Indiaca. An drei Tagen in der Woche wird Indiaca trainiert, die meisten Mitglieder betrachten es als Leistungssport. Foto: Uli Deck Indiaca, Inliner und Frisbee sind immer noch beliebt Der Frühsommer ist da, Parks sind nach Feierabend und an Wochenenden gefüllt. Häufig zu sehen: durch die Luft fliegende Indiaca-Bälle und Frisbeescheiben sowie daherdüsende Inlineskater. Auch wenn es anders anmutet - Experten erklären, warum hier kein Retrotrend lauert.
Koch Eckart Witzigmann wird 80 Jahre alt. Foto: Sven Hoppe/dpa Eckart Witzigmann: «Restaurants sind keine Kathedralen» Eckart Witzigmann gilt als einer der besten Köche der Welt. Mit seiner «Nouvelle Cuisine» hat er die Küche verändert wie wenige andere. Jetzt wird er 80.