Film statt Party: Halloween als Herausforderung für Familien

28.10.2020
Feiern und Freunde treffen ist wegen der Corona-Pandemie gerade nicht so angesagt. Das gilt auch für Halloweenpartys am 31. Oktober. Wie kommen Familien damit klar - und welche Alternativen gibt es?
Gruselparty zu Halloween? Darauf werden in diesem Jahr wohl viele Kinder und Jugendliche verzichten müssen. Foto: Silvia Marks/dpa-tmn
Gruselparty zu Halloween? Darauf werden in diesem Jahr wohl viele Kinder und Jugendliche verzichten müssen. Foto: Silvia Marks/dpa-tmn

München (dpa/tmn) - Keine Partys mit wilden Tanzeinlagen, keine Süßigkeiten-Sammelrunde durch die Nachbarschaft: Auch Halloween leidet unter der Corona-Pandemie. Was sonst am 31. Oktober gesetzt ist, fällt diesmal aus oder muss ganz anders aussehen. Tipps für Familien zu dieser Herausforderung.

Frust bei Teenagern: Wie Eltern reagieren sollten

Während sich jüngere Kinder nach der Absage einer Halloweenparty wohl leichter mit Alternativprogrammen begnügen, herrscht bei Teenagern vermutlich Frust. Und den werden Eltern mit Blick auf steigende Infektionszahlen wohl aushalten müssen, meint Familiencoach Kira Liebmann: «Die Enttäuschung ist verständlich, aber wenn Eltern eine Party nicht erlauben wollen, müssen sie da klar bei ihrer Linie bleiben.» Wer erst hart bleibt und später einknickt, signalisiert sonst: «Wenn du nur lange genug wütest, kriegst du deinen Willen.»

Sorgen genau erklären und fair bleiben

Wichtig ist, dass Eltern ihren Kindern genau erklären, warum sie sich Sorgen machen oder was sie befürchten - etwa, dass im Fall einer Ansteckung die Familie und Freunde in Quarantäne müssen. Zugleich sollten sie Alternativen anbieten: «Vielleicht laden die Kinder nur ein oder zwei Freunde nach Hause ein, und es gibt mit den anderen eine Online-Challenge, wer das gruseligste Gesicht geschminkt hat», schlägt Liebmann vor. Wichtig sei auch, dass für alle in der Familie die gleichen Regeln gelten: Wer die Klassenparty absagt, kann selbst fairerweise nicht zum Geburtstag der Nachbarn im großen Kreis gehen.

Gruselfilm statt Geistertour

Auch Gruselfilme und -serien können über eine Partyabsage hinwegtrösten, sollten aber kindgerecht sein. Denn mit Grusel und Spannung geht jedes Kind verschieden um, erklären Pädagogen auf der Website flimmo.de, einem Angebot des Vereins Programmberatung für Eltern, der Orientierungshilfen bei der Fernseherziehung anbietet. Eltern sollten deswegen auf eine zum Alter passende Auswahl achten. Die Experten haben zu Halloween Filme und Serien zusammengestellt, darunter Angebote aus dem TV-Programm und von Streaming-Anbietern. Eltern sollten aber genau beobachten, wie viel Spannung ihr Kind verträgt und die Gruselgeschichten am besten gemeinsam anschauen.

Respekt vor verschlossenen Türen

Wenn Kinder und Jugendliche am Abend vor Allerheiligen trotzdem verkleidet durch die Straßen ziehen wollen, sollten sie damit rechnen, dass manche Türen wegen der Pandemie geschlossen bleiben. Wer einen Streich spielt, weil eine Tür nicht geöffnet wird, sollte es nicht übertreiben, warnt die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Aus einem harmlos wirkenden Streich könne dann unbeabsichtigt eine Sachbeschädigung werden - etwa beim Einwickeln eines Autos mit Toilettenpapier, wenn es zu Kratzern im Lack führt.

Halloween-Hygiene

Bei jedem Halloween-Streifzug gilt es zudem genau auf die regionalen Corona-Vorgaben zu achten, rät die Polizei. Unbedingt sollten die AHA-Regeln eingehalten werden - also Abstand halten, Hygienevorgaben beachten und eine Alltagsmaske tragen, wenn dies vorgegeben ist.

© dpa-infocom, dpa:201026-99-90991/5

Flimmo zu Serien und Filme zu Halloween

Polizei zu Sachbeschädigung

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Verfasser: dpa-infocom GmbH

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