Feste Termine helfen gegen den Stress

18.06.2019
Klar, viele Menschen kämpfen gegen den Stress. Doch immer wenn man mal abschalten möchte, kommt wieder etwas dazwischen. Mit der richtigen Strategie gelingt die Auszeit garantiert.
Wer regelmäßig eine Entspannungspause braucht, plant sie am besten fest ein. Foto: Christin Klose
Wer regelmäßig eine Entspannungspause braucht, plant sie am besten fest ein. Foto: Christin Klose

Baierbrunn (dpa/tmn) - Ein langer Urlaub kann kurzfristig entspannen. Gegen dauerhaften Stress hilft aber nur regelmäßige Erholung im Alltag. Bestes Werkzeug dafür ist ein fester Wochenplan, rät Psychotherapeut Tobias Stächele in der Zeitschrift «Diabetes Ratgeber» (Ausgabe 6/2019).

Für Diabetiker ist Stress ein besonders wichtiges Thema: Erstens, weil Anspannung den Blutzuckerspiegel in die Höhe treibt. Und zweitens, weil die Krankheit auch selbst Stressfaktor sein kann.

Im ersten Schritt sollten gestresste Menschen überlegen, wie viel Zeit pro Woche sie zur Verfügung haben: Welche Stunden sind schon durch Schlaf, Arbeit und diverse Verpflichtungen belegt? Und welche sind frei? Diese Zeitfenster sollte man sich als feste Entspannungstermine eintragen, sagt Stächele.

Womit man diese genau füllt, ist eine Typfrage. Manche Menschen entspannen beim Sport, andere bei der Gartenarbeit oder im Freundeskreis. Und auch Zeiten zum Nichtstun, also ganz ohne konkrete Pläne, dürfen gerne in den Kalender.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Ab und zu kontrollieren lassen: Ab einem gewissen Alter können - und sollten - auch Männer regelmäßig zu einer Vorsorgeuntersuchung gehen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn/Illustration Handeln statt verdrängen: So bleibt Mann gesund «Der Mann ist ein Verdränger», sagen Experten. Gründe dafür gibt es viele - doch gerade beim Thema Gesundheit kann das ewige «Wird schon wieder!» lebensgefährlich sein.
Diplompsychologin Gabriele Bringer ist Leiterin des Stresszentrums Berlin. Sie befasst sich mit Themen wie Stressbewältigung oder Traumatherapie. Foto: Gabriele Bringer Angst im Alltag: Scheuklappen sind keine Lösung Die Nachrichten über Terroranschläge reißen nicht ab. Das macht vielen Angst. Wer im Alltag ständig Horrorszenarien durchspielt, macht sich auf Dauer aber verrückt. Wie also umgehen mit dem Gefühl der Bedrohung?
Chronische Bauchschmerzen gehören zu einem Symptom des Reizdarmsyndroms. Foto: Monique Wüstenhagen Bei Reizdarmsyndrom kann psychologische Hilfe Sinn machen Psychische Faktoren wie Stress und panische Angst können Ursachen für das Reizdarmsyndrom sein. Deshalb sollte man bei der Behandlung der Darmerkrankung auch psychologische Beratung in Anspruch nehmen.
Viele Menschen sind im Alltag dauerhaft gestresst - mit dramatischen gesundheitlichen Folgen. Foto: Martin Gerten/dpa/dpa-tmn Wie Stress uns heutzutage krank macht Achtung, Raubtier! Steinzeitmenschen blieb da nur der Kampf oder die Flucht, unterstützt durch Stresshormone. Doch heute ist dieser Mechanismus für viele Menschen gefährlicher als jede Raubkatze.