Entlastungen für pflegende Angehörige in der Corona-Krise

28.05.2020
Geschlossene Einrichtungen oder in ihre Heimat zurückgekehrte Pflegekräfte: Angehörige von Pflegebedürftigen müssen während der Corona-Pandemie vieles selbst stemmen. Welche Unterstützung gibt es?
Für Angehörige von Pflegebedürftigen ist die Corona-Krise eine schwierige Zeit - es gibt aber Entlastungsangebote. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
Für Angehörige von Pflegebedürftigen ist die Corona-Krise eine schwierige Zeit - es gibt aber Entlastungsangebote. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Düsseldorf (dpa/tmn) - Angehörige von pflegebedürftigen, körperlich und geistig behinderten Menschen sollen während der Corona-Pandemie verstärkt entlastet werden. Die Verbraucherzentrale NRW weist auf ihrer Homepage auf einige neue Regelungen hin, die befristet bis zum 30. September gelten.

So gilt zum Beispiel: Das bisherige Recht auf Auszeit von ein bis zehn Arbeitstagen, um im akuten Pflegefall die Pflege zu Hause zu organisieren, wird auf bis zu 20 Tage ausgedehnt. Auch das Pflegeunterstützungsgeld, das für diese Tage das fehlende Einkommen ausgleicht, wird bis zu 20 Tage gezahlt. Reichen die 20 Tage nicht aus, können sich Beschäftigte auch darüber hinaus anteilig freistellen lassen.

Weitere Erleichterungen: Wer auf stationäre Kurzzeitpflege angewiesen ist, findet solche Adhoc-Pflegeplätze jetzt auch in Rehabilitationseinrichtungen und Krankenhäusern. Außerdem können noch nicht in Anspruch genommene Entlastungsleistungen aus dem Jahr 2019 bis Ende September 2020 genutzt werden - drei Monate länger als bisher.

Verbraucherzentrale: Pflege zu Hause während der Corona-Pandemie


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Für die Pflege von Angehörigen ist die Corona-Krise eine besondere Belastung - es gibt viele Einschränkungen, die den Alltag erschweren. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa-tmn Fünf Pflege-Tipps für die Corona-Krise Leicht ist die Corona-Krise für niemanden - doch Pflegebedürftige und ihre Angehörigen trifft sie besonders hart. Was müssen sie jetzt wissen? Was beachten? Und wer hilft weiter?
Angst und Verunsicherung: Die Einschränkungen und Regeln im Zusammenhang mit Corona können Demenzpatienten zu schaffen machen. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa-tmn Demenzpatienten in Corona-Zeiten begleiten Die Gefahr durch das Virus verstehen sie oft nicht. Dafür merken Menschen mit Demenz sehr wohl, dass etwas anders ist - und das kann ihnen Angst machen. Wie man ihnen durch diese Zeit hilft.
Pflegende Angehörige brauchen irgendwann auch Urlaub und Erholung. Foto: Jens Kalaene/zb/dpa Urlaub als Pflegende: Finanzielle Unterstützung beantragen Pflegende Angehörige brauchen von Zeit zu Zeit etwas Abstand von der Pflegesituation und sollten sich einen Urlaub gönnen. Es gilt, sich rechtzeitig über Möglichkeiten einer Ersatzpflegekraft zu informieren.
Pflegeheime dürfe ihre Unterkunftskosten nciht einfach so erhöhen. Die Kostenänderung muss mindestens vier Wochen vorher angekündigt werden. Foto: Frank Rumpenhorst Kostenerhöhung: Vier Wochen vorher anzukündigen Kosten steigen überall. Doch einfach so die Kosten für das Pflegeheim zu erhöhen geht natürlich nicht. Wer also betroffen ist, sollte das Schreiben des Heimbetreibers schnellstmöglich und gründlich checken.