Ende der Winterpause - So kommt der Körper wieder in Form

04.03.2016
Kaltes, ungemütliche Wetter hat viele den Winter über davon abgehalten, sich im Freien ausgiebig zu bewegen. Doch mit der ersten Frühlingsprise sollten Pausierer den Körper wieder in Schwung bringen.
Wer den Winter über kaum Sport im Freien gemacht hat, sollte jetzt wieder damit starten. Foto: Bodo Marks
Wer den Winter über kaum Sport im Freien gemacht hat, sollte jetzt wieder damit starten. Foto: Bodo Marks

Saarbrücken (dpa-infocom) - Ausreden findet man in der dunklen Jahreszeit zur Genüge, doch nach der Winterpause müssen Körper und Geist wieder auf Touren kommen. Die Lösung liegt auf der Hand: Bewegung, und das am besten an der frischen Luft.

«Ob man eine Runde joggen geht, oder doch lieber das sanftere Walken, Radfahren oder einen zügigen Spaziergang bevorzugt, ist zunächst zweitrangig - die Grundlagenausdauer muss nach den Wintermonaten meist erst wieder aufgebaut werden», erklärt Sarah Fahrland, Gesundheitsexpertin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement DHfPG.

«Für den Start nach dem Winter eignet sich daher ein Wechsel von Lauf- und Gehintervallen, um den Körper langsam an die Belastung zu gewöhnen», führt sie aus. Erst wenn die Grundlagenausdauer wieder vorhanden ist, solle man das Training steigern. Denn längere und intensivere Sporteinheiten fördern den Fettstoffwechsel und somit die Gewichtsreduktion.

«Durch den Einsatz zahlreicher Muskelgruppen ist das Intervalltraining bestehend aus Walking- und Jogging-Abschnitten nicht nur ein optimales Herz-Kreislauf-Training, sondern ein starker Gegner des Winterspecks», führt die Dozentin an der DHfPG aus. Grundsätzlich gelte: je höher die dynamisch eingesetzte Muskelmasse und je höher die Belastung, desto höher der Kalorienverbrauch. Gleichzeitig warnt die Fitnessexpertin aber auch vor einer Überbelastung.

Wichtig ist vor allem der Gang nach draußen. «Eine halbe Stunde frische Luft pro Tag sind bereits ausreichend. Der erste Schritt vor die Tür ist sicherlich der schwerste. Wenn man jedoch erst einmal losläuft und dabei auf die richtige Kleidung achtet, merkt man wie ermüdend die trockene Heizungsluft ist und wie der Kopf durch die kalte frische Brise entspannt.», weiß Sarah Fahrland. Zudem kann der Gedanke an die anschließende heiße Dusche beim Durchhalten unterstützen. Der Kreislauf wird durch den Wechsel von kalt und warm angeregt, der Kopf ist frei und auch das Immunsystem hat etwas davon.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Gesundheitswandern eignet sich ideal für Sporteinsteiger. Es verbessert Ausdauer und Koordinationsfähigkeit, ohne einen zu überfordern. Foto: Uwe Zucchi Wie Gesundheitswandern jung hält Mit sogenannten Gesundheitswanderungen zielt der Deutsche Wanderverband auf Couch-Potatos und ältere Wandereinsteiger. Ein Ausflug mit rüstigen Senioren an den Rhein zeigt: Mit wenig Training und viel Spaß kann man schon viel erreichen.
Deutschland hinkt einer Studie zufolge bei der Digitalisierung im Bereich Gesundheit hinterher. Foto: Patrick Pleul Digitaler Fortschritt kommt beim Patienten kaum an Rezepte digital übermitteln, Diagnosen per Video stellen, wichtige Daten in elektronischen Patientenakten einstellen. Ist das schon Realität? Inwieweit kommt der digitale Fortschritt beim Patienten an? Eine Studie sagt: Deutschland hinkt schwer hinterher.
Die App «Vivy» soll für Versicherte mehrerer gesetzlicher und privater Krankenkassen angeboten werden, darunter Allianz PKV, Bahn-BKK, DAK und IKK classic. Foto: Michael Kappeler Weitere Krankenkassen starten digitale Gesundheitsakte Bei Ärzten und Kliniken gibt es jede Menge Daten - von Röntgenbildern bis zu Impfangaben. Seit langem laufen Bemühungen, Infos zum Nutzen von Patienten zu verknüpfen. Die Palette der Anwendungen wird größer.
Blutdruckwerte werden per Smartphone an einen Arzt übermittelt - die Digitalisierung hat auch die Medizin erreicht. Doch viele Fragen des Datenschutzes sind noch ungeklärt. Foto: Hendrik Schmidt/dpa Digitalisierung soll Medizin voranbringen Der Trend zu Vernetzung erfasst auch die Medizin: Kliniken und Gesundheitskonzerne testen neue digitale Methoden wie die Analyse von Patientendaten. Das soll Forschung und Behandlung verbessern. Doch wer schützt sensible Daten vor Missbrauch?