Eltern bleiben am Tisch besser entspannt

08.11.2019
Brokkoli ess ich nicht, Kartoffeln will ich nicht, iiih Suppe. Wenn Kinder an jedem Essen herummäkeln, lässt das Mama und Papa schon mal verzweifeln. Das müssen sie aber nicht.
Kleiner Suppenkasper mag seine Suppe nicht. Kein Problem, wenn Eltern sich nicht stressen lassen und die Kinder bei der Essenplanung mit einbeziehen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Kleiner Suppenkasper mag seine Suppe nicht. Kein Problem, wenn Eltern sich nicht stressen lassen und die Kinder bei der Essenplanung mit einbeziehen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Baierbrunn (dpa/tmn) - Wenn kleine Kinder zum Suppenkasper werden und fast bei jeder Speise mäkelig sind, nervt das viele Eltern. Sie sollten dennoch entspannt bleiben, rät die Apothekenmagazin «Baby & Familie» (Ausgabe 11/2019).

«Sind die Eltern gestresst, überträgt sich das immer auf die Kinder. Wenn die Eltern eskalieren, eskalieren die Kinder folgerichtig auch», erklärt Johann Klotter, Prof. für Gesundheits- und Ernährungspsychologie an der Hochschule Fulda, gegenüber dem Magazin. Er kann sogar Positives im Mäkeln entdecken. Dadurch entwickele das Kind eigene Präferenzen und treffe eigene Entscheidungen. Das sei ein wichtiger Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung.

Die Entscheidung des Kindes zu akzeptieren, heißt aber nicht, dass Eltern aufgeben sollten. Der Ernährungspsychologe empfiehlt Eltern, ihr Kind schon bei der Essensplanung einzubeziehen – von Anfang an. Das funktioniere schon mit Zweijährigen, so Klotter. Sein Tipp: «Fragen Sie Ihr Kind, was es essen möchte, und bereiten Sie dies zusammen mit ihm zu.» Auch beim gemeinsamen Einkaufen könne man dem Kind die Lebensmittel zeigen und erklären.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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