Drei Viertel der Eltern für Handyverbot an Schulen

25.09.2019
Klar, im Unterricht müssen die Handys aus sein. Aber wie sieht es mit einem generellen Verbot für die private Nutzung an Schulen aus? Die Robert Bosch Stiftung und die «Zeit»-Verlagsgruppe haben Eltern nach ihrer Meinung gefragt.
Sollte man Schülern verbieten, ihr Handy in der Schule privat zu nutzen? Die meisten Eltern finden ja. Das ergab eine Auswertung des «Deutschen Schulbarometers». Foto: Sebastian Kahnert
Sollte man Schülern verbieten, ihr Handy in der Schule privat zu nutzen? Die meisten Eltern finden ja. Das ergab eine Auswertung des «Deutschen Schulbarometers». Foto: Sebastian Kahnert

Hamburg (dpa) - Drei Viertel der Eltern sind laut einer Umfrage für
ein Handyverbot an Schulen. Das habe eine nachträgliche Auswertung
des «Deutschen Schulbarometers» ergeben, teilte die
«Zeit»-Verlagsgruppe mit.

In der repräsentativen Befragung im Auftrag der Robert Bosch Stiftung
in Kooperation mit der Verlagsgruppe sprachen sich 76 Prozent der
befragten Väter und Mütter dafür aus, ihren Kindern die private
Nutzung von Handys in der Schule zu verbieten. An Grundschulen sowie
Haupt-, Real- und Mittelschulen befürworteten sogar 82 Prozent der
Eltern ein solches Verbot, an Gymnasien sowie Gesamt- und
Gemeinschaftsschulen nur 68 Prozent.

In Frankreich müssen Schüler seit einem Jahr ihre Mobiltelefone
ausschalten, wenn sie die Schule betreten, wie es in einem Bericht zu
der Umfrage hieß. In Deutschland gibt es ein solches Verbot nur in
Bayern. Das bayerische Kultusministerium strebe jedoch eine Lockerung
des 2006 geltenden Gesetzes an.

Bericht, Deutsches Schulportal


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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