Diese Alternativen haben Outdoorsportler im Winter

01.11.2019
Im Winter ist es nicht nur früher dunkel, sondern auch oft nass und kalt. Das muss kein Grund sein, mit dem Outdoorsport zu pausieren, doch die Motivation sinkt bei vielen deutlich. Welche Alternativen gibt es also?
Ausdauertraining ist gut, um das Herz-Kreislaufsystem in Schwung zu bringen. Im Winter kann es jedoch draußen zu kalt, zu nass oder zu glatt sein. F. Foto: Kay Nietfeld/dpa
Ausdauertraining ist gut, um das Herz-Kreislaufsystem in Schwung zu bringen. Im Winter kann es jedoch draußen zu kalt, zu nass oder zu glatt sein. F. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Saarbrücken (dpa-infocom) - Selbst ambitionierte Outdoorsportler stehen im Winter vor der Frage, wie sie ihren Sport weiter ausüben können. Oft ist es bereits zu dunkel oder auch zu nass und rutschig, um das Training im Freien fortzusetzen.

Doch welche Indoorsportarten eignen sich, um den Winter über für die eigentliche Disziplin fit zu bleiben? Das analysiert Sabine Kind, Fitnessexpertin und Dozentin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie.

Gezieltes Krafttraining

Ein Ganzkörperkrafttraining ist grundsätzlich immer geeignet. Ob an Geräten oder mit freien Gewichten und Übungen - mit einem Kraft-Workout können Sprungkraft (z. B. für Beachvolleyball) und Koordination gezielt trainiert werden. Außerdem bietet es zudem die Möglichkeit, Muskulatur zum Schutz von Rücken und Gelenken aufzubauen. Und das ist sicherlich bei allen Outdoorsportarten - etwa für Mountainbiking, Laufen oder Tennis - sinnvoll.

Eislaufen statt Inlinerfahren

Eine gute Alternative für Inlinerfahrer ist das Eislaufen. Die Bewegungen sind nahezu identisch, das Gefühl des Gleitens stellt sich auch hier sehr schnell ein. Gleichgewicht, Koordination und Ausdauer stehen im Vordergrund. Beim Eislaufen sollten Sie nach dem Zwiebelprinzip anziehen und auf jeden Fall Handschuhe zum Schutz der Finger tragen.

Bouldern in der Halle statt am Fels

Mittlerweile fast schon ein Trend in vielen größeren Städten: Kletter- und Boulderhallen. Hier werden oft natürliche Felsen imitiert. Ein Hallentraining eignet sich hervorragend, um an Techniken und Moves zu feilen, die Kraft zu verbessern und neue Leute kennenzulernen. Aber auch Gruppenfitnesskurse, wie Pilates, Yoga oder Kräftigungskurse sind eine gute Winteralternative.

Ausdauer erhalten

Ein Ausdauertraining ist immer eine gute Trainingsalternative, um das Herz-Kreislaufsystem in Schwung zu bringen. Viele Studios bieten mittlerweile beispielsweise virtuelle Kurse fürs Indoor Cycling an. Mit etwas Fantasie fühlt man sich dabei im Winter in den Sommer versetzt. Auch Dehnprogramme eigenen sich zur Verletzungsprophylaxe und dem Training von Beweglichkeit und Koordination. Gerade der Winter eignet sich hervorragend mal «Neues zu wagen» und den eigenen Trainingshorizont zu erweitern.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Gesundheitswandern eignet sich ideal für Sporteinsteiger. Es verbessert Ausdauer und Koordinationsfähigkeit, ohne einen zu überfordern. Foto: Uwe Zucchi Wie Gesundheitswandern jung hält Mit sogenannten Gesundheitswanderungen zielt der Deutsche Wanderverband auf Couch-Potatos und ältere Wandereinsteiger. Ein Ausflug mit rüstigen Senioren an den Rhein zeigt: Mit wenig Training und viel Spaß kann man schon viel erreichen.
Die Zahl der Diabetiker steigt. Dabei erkranken in Ostdeutschland deutlich mehr Menschen daran an als im Westen, wie eine Studie zeigt. Foto: Rolf Vennenbernd Mehr Zuckerkranke als vermutet - deutliches Ost-West-Gefälle Früher war Diabetes eine Erkrankung der Reichen. Heute gilt sie in Deutschland als Risiko für sozial Schwache. Es gibt mehr Zuckerkranke als gedacht - besonders im Osten der Republik.
Viel braucht man eigentlich nicht, um fit zu bleiben: Eine Laufstrecke und ein kleines Mäuerchen wie hier genügen. Foto: Christin Klose Mit dem eigenen Körpergewicht im Freien trainieren Durch den Park rennen, dabei den Körper stählen - früher hieß das Trimm-dich-Pfad. Heute macht die gleiche Idee in Outdoor-Parks oder schlicht als funktionelles Training wieder von sich reden. Die Devise: Training im Freien, mit dem eigenen Körper als Widerstand.
Klaus Heinzmann nahm an der Langzeitstudie «Gesundheit zum Mitmachen» teil. Dabei entwickelte er ein Bewusstsein für die tägliche Bewegung. Foto: Sina Schuldt/dpa 25 Jahre Feldversuch: Bewegung hält jung Vor 25 Jahren fing alles an: Forscher der Karlsruher Universität begannen mit einer einmaligen Langzeitstudie zu Gesundheit und Bewegung. Viermal werteten sie die Ergebnisse über die Jahre aus. Jetzt kommt der fünfte Aufschlag - und manch neue Erkenntnis.