Die Pille danach richtig einnehmen

21.05.2019
Die Pille danach bietet nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft. Sie sollte jedoch in einem bestimmten Zeitfenster eingenommen werden.
Die Pille danach gibt es rezeptfrei in der Apotheke. Als reguläres Verhütungsmittel taugt sie aber nicht - sondern nur für den Notfall. Foto: Benjamin Nolte
Die Pille danach gibt es rezeptfrei in der Apotheke. Als reguläres Verhütungsmittel taugt sie aber nicht - sondern nur für den Notfall. Foto: Benjamin Nolte

Berlin (dpa/tmn) - Die sogenannte Pille danach schützt in der Regel zuverlässig vor einer ungewollten Schwangerschaft. Voraussetzung ist allerdings, dass Frauen sie nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr - oder einem Verhütungs-Unfall - schnell kaufen und einnehmen.

Darauf weist die Bundesvereinigung Deutscher Apotheker-Verbände (ABDA) in ihrer «Neue Apotheken Illustrierte» (Ausgabe 15. Mai 2019) hin. Fast hundertprozentigen Schutz bietet die Pille danach je nach Wirkstoff nur in den ersten 24 bis 48 Stunden nach dem Sex. Wer länger wartet, muss mit teils deutlich geringerer Zuverlässigkeit rechnen.

Nebenwirkungen hat die Pille danach in der Regel nicht, es kann aber zu Kopfschmerzen und Übelkeit kommen. Wer bis zu drei Stunden nach der Einnahme erbrechen muss, sollte sicherheitshalber so schnell wie möglich eine weitere Tablette nehmen. Als reguläres Verhütungsmittel taugt die Pille danach trotz der geringen Nebenwirkungen aber nicht: Dafür ist der Eingriff in den Hormonhaushalt zu heftig. Mehrfach kurz hintereinander sollten Frauen sie daher nicht einnehmen.

Seit 2015 ist die Pille danach rezeptfrei in Apotheken erhältlich, je nach Wirkstoff kostet sie etwa 18 bis 34 Euro. Mädchen unter 14 Jahren brauchen für den Kauf die Zustimmung eines Erziehungsberechtigten.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Vermutlich leiden 7 bis 15 Prozent aller Frauen im geschlechtsreifen Alter an Endometriose. Meist treten bei ihnen während der Monatsblutung starke Schmerzen auf. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild Endometriose - Unterleibserkrankung bei Frauen Der Tag der Endometriose soll die gynäkologische Krankheit bekannter machen. Viele Frauen haben noch nie etwas davon gehört - was Ursache für viel vermeidbares Leid sein kann.
Die Behandlung von HIV-Patienten ist heute viel weniger aufwendig als früher. Doch in der Gesellschaft ist das Leben mit HIV noch immer ein Tabuthemen. Foto: Oliver Berg/dpa/dpa-tmn Wie HIV heute behandelt wird Dank der Kombinationstherapie sind HIV-Patienten heute in ihrem Leben kaum mehr eingeschränkt. Zu kämpfen haben viele aber immer noch mit dem Stigma, das der Krankheit anhaftet. In Selbsthilfegruppen können sie offen darüber reden.
Eine nasse Badehose kann nach dem Wasserspaß zum Verhängnis werden: Besonders Menschen mit einer empfindlichen Blase riskieren eine Entzündung. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa Nasse Badekleidung immer gleich wechseln Im Sommer lockt die Abkühlung im Wasser. Danach sollte man jedoch schleunigst die Badekleidung wechseln. Das ist insbesondere Menschen mit einer empfindlichen Blase geraten.
Schnarcht jemand, kann das ein Hinweis auf Polypen in der Nase sein. Foto: Christin Klose Wann Polypen entfernt werden müssen Polypen in der Nase können der Atmung im Weg sein. Gefährlich sind sie aber in der Regel nicht. In anderen Regionen des Körpers sieht das anders aus. Im Darm etwa sollten Polypen so früh wie möglich erkannt und entfernt werden.