Depression: Bei Warnsignalen zum Arzt

29.04.2016
Eine Depression kann gerade bei älteren Menschen zu weiteren gesundheitlichen Problemen führen. So ist ein mögliches Symptom Appetitlosigkeit. Solchen Signalen sollte man nachgehen.
Fast jeder zehnte Mensch weltweit leidet nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO an einer Depression oder starken Angstzuständen. Foto: Felix Kästle
Fast jeder zehnte Mensch weltweit leidet nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO an einer Depression oder starken Angstzuständen. Foto: Felix Kästle

Bonn (dpa/tmn) - Bei Anzeichen für eine Depression scheuen sich noch immer viele, zum Arzt zu gehen. Dabei handelt es sich nicht um eine Befindlichkeitsstörung oder ein Zeichen von Schwäche, wie der Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz in seiner Broschüre zum Thema betont.

Wer über einen Zeitraum von mehr als zwei Wochen antriebslos oder in gedrückter, depressiver Stimmung ist, sollte unbedingt zum Arzt gehen. Gleiches gilt, wenn man Interessen- oder Freudlosigkeit verspürt.

Auch die Konzentration, Aufmerksamkeit und das Selbstwertgefühl können bei Betroffenen vermindert sein. Außerdem kann eine Depression mit Schuldgefühlen und einem pessimistischen Blick in die Zukunft einhergehen, erläutert der Bundesverband. Auch körperliche Symptome wie Schmerzen, Müdigkeit, Verdauungsprobleme oder Schlaflosigkeit sind möglich. Auch wenn Freunde oder Angehörige derartige Symptome bemerken, sollten sie den Betroffenen zu einem Arztbesuch ermuntern.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Der Weg zu einer Psychotherapie beginnt mit einer Sprechstunde - hier wird der Bedarf des Betroffenen abgeklärt. Mitunter erfolgt auch schon eine erste Diagnose. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Der mitunter steinige Weg zur Psychotherapie Psychische Störungen brauchen eine gute Therapie. Doch das ist für gesetzlich Krankenversicherte leichter gesagt als getan. Denn die Plätze sind rar - und der Ablauf nicht leicht zu durchblicken.
Große Freiheit - oder noch mehr Druck? Viele Berufstätige träumen von der Arbeit zu Hause. In der Praxis hat das Homeoffice aber so seine Tücken. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Überlebenstipps für das Homeoffice Beruf und Familie verbinden. Die Zeit besser einteilen können. Oder einfach nur ungestört arbeiten. Das sind drei mögliche Gründe dafür, im Homeoffice zu arbeiten. Doch wie gelingt das Arbeiten von zu Hause am besten?
Ärztliche Psychotherapeuten haben Medizin studiert und eine Facharzt-Ausbildung absolviert. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Psychotherapie: Welches Verfahren passt zu wem? Die Ängste oder die Niedergeschlagenheit nehmen überhand, eine Psychotherapie scheint angebracht. Aber wie finden Interessierte einen passenden Therapeuten? Und welche Form der Therapie ist geeignet?
Perfektionisten neigen dazu, nichts zu beenden, weil ihre Ansprüche viel zu hoch sind. Auf Dauer kann das krank machen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn Perfektionismus - Wann aus einer Tugend eine Störung wird Alles immer gut und richtig machen zu wollen, scheint erstmal eine gute Eigenschaft zu sein. Vor allem Arbeitgeber schätzen Perfektionisten. Die stehen sich aber manchmal selbst im Weg. Wie man den ewigen Drang zur Spitzenleistung selbst zügeln kann.