Dauerlärm kann Depressionen hervorrufen

27.04.2022
Dröhnen, Bummern, Kreischen: Dass Lärm nervt, weiß jeder. Doch andauernde Lärmbelästigung kann sogar konkrete Krankheiten fördern.
Kann mal jemand den Lärm abstellen? Dauerlärm kann Betroffene auf Dauer krank machen. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Kann mal jemand den Lärm abstellen? Dauerlärm kann Betroffene auf Dauer krank machen. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Lärm versetzt den Körper automatisch in Alarmbereitschaft. So erhöht sich zum Beispiel der Blutdruck und Stresshormone werden aktiviert. Wird Lärm zum Dauerzustand, können chronische Krankheiten entstehen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) hin. Anlass ist der Tag gegen den Lärm am 27. April.

So begünstige anhaltende Lärmbelästigung das Auftreten von Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie von Diabetes Typ 2. Aber auch psychische Erkrankungen können eine Folge von Dauerlärm sein. Dringt Umgebungslärm in Gefühle und Gedanken und stört den Schlaf und die Erholung, entstehen Ärger, Erschöpfung und Stresssymptome. Das fördert auf Dauer die Entstehung von Depressionen.

Laut DGPM stört Menschen vor allem die Belästigung durch Fluglärm, gefolgt von Straßen-, Nachbarschafts-, Industrie- und Bahnlärm. Oft sei der Lärm kombiniert mit Luftverschmutzung etwa durch Feinstaub. Auch dieser könne im Blut Entzündungsprozesse auslösen, die mit Depressionen in Wechselwirkung stünden.

© dpa-infocom, dpa:220426-99-45210/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
In Corona-Ambulanzen können sich Patienten testen lassen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa Wichtige Informationen zum Coronavirus Die Zahl der Infektionen mit dem neuen Coronavirus steigt, fast alle Bundesländer haben inzwischen Nachweise gemeldet.
Mit einer Impfung schützen Menschen nicht nur sich selbst, sondern indirekt auch die anderen. Bei einer hohen Impfquote kann sich ein Erreger schwerer in der Bevölkerung verbreiten. Foto: Ole Spata Gerüchte und Wahrheiten zum Thema Impfen Soll ich mein Kind impfen? Viele Eltern sind durch Debatten im Netz oder in der Kita verunsichert. Einige Fakten für den Durchblick.
Eine Schaufensterpuppe mit Atemmaske steht im Schaufenster einer Apotheke. (Symbolbild). Foto: Sebastian Gollnow/dpa Was passiert während der Influenzasaison? Winterzeit ist Grippezeit: Die Kombination von Covid-Patienten und Grippe-Kranken droht das Gesundheitssystem schwer zu belasten. Die Corona-Vorsicht könnte aber die Grippewelle auch eindämmen.
Wenn Ärzte meinen, dass eine Berufskrankheit vorliegt, müssen sie dies dem Unfallversicherungsträger melden. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Was Sie zu Berufskrankheiten wissen müssen Eine Krankheit als Berufskrankheit anerkennen zu lassen, ist oft nicht leicht. Nur ein Teil der gemeldeten Fälle wird auch bestätigt. Wie läuft das Verfahren ab? Antworten auf wichtige Fragen.