Betreuungskräfte richtig unterbringen und versichern

01.05.2017
Wenn sich ältere Menschen nicht mehr selbst versorgen können, stehen die Angehörigen vor großen Herausforderungen. Lässt man sich von einer Pflegekraft aus Osteuropa unterstützen, ist einiges zu beachten.
Immer mehr Familien beschäftigen eine private Kraft aus Osteuropa, die mit im Haushalt wohnt. Die Unterbringung sollte jedoch bestimmte Standards erfüllen. Foto: Kai Remmers/dpa
Immer mehr Familien beschäftigen eine private Kraft aus Osteuropa, die mit im Haushalt wohnt. Die Unterbringung sollte jedoch bestimmte Standards erfüllen. Foto: Kai Remmers/dpa

Berlin (dpa/tmn) - Kann sich jemand nicht mehr so gut selbst versorgen, stellt sich die Frage, wer sich kümmert. Immer mehr Familien beschäftigen über Agenturen eine private Kraft aus Osteuropa, die mit im Haushalt wohnt.

Sie muss in einem eigenen möblierten Zimmer - möglichst mit eigenem Bad - untergebracht werden, erklärt die Stiftung Warentest in ihrem aktuellen Heft «test» (Ausgabe 05/2017).

Betreuungskräfte erledigen Haushaltstätigkeiten wie Kochen, Putzen und Einkaufen, helfen wenn nötig beim Essen, Waschen oder Ankleiden. Medizinische Aufgaben übernehmen sie dagegen nicht. Verbände etwa dürfen nur von Pflegekräften gewechselt werden, erklären die Tester. Dafür kann zum Beispiel ein Pflegedienst beauftragt werden.

Das wichtigste Dokument für die Betreuungsperson sei die «A1-Bescheinigung». Sie belegt, dass Sozialversicherungsbeiträge im Heimatland fällig werden. Eine Kopie der Bescheinigung sollte man im Haus haben. Fährt die Betreuungskraft das Auto der Familie, muss die Kfz-Haftpflichtversicherung angepasst werden.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Pflegende Angehörige brauchen irgendwann auch Urlaub und Erholung. Foto: Jens Kalaene/zb/dpa Urlaub als Pflegende: Finanzielle Unterstützung beantragen Pflegende Angehörige brauchen von Zeit zu Zeit etwas Abstand von der Pflegesituation und sollten sich einen Urlaub gönnen. Es gilt, sich rechtzeitig über Möglichkeiten einer Ersatzpflegekraft zu informieren.
Pflegeheime dürfe ihre Unterkunftskosten nciht einfach so erhöhen. Die Kostenänderung muss mindestens vier Wochen vorher angekündigt werden. Foto: Frank Rumpenhorst Kostenerhöhung: Vier Wochen vorher anzukündigen Kosten steigen überall. Doch einfach so die Kosten für das Pflegeheim zu erhöhen geht natürlich nicht. Wer also betroffen ist, sollte das Schreiben des Heimbetreibers schnellstmöglich und gründlich checken.
Wer im Alter in den eigenen vier Wänden bleiben möchte, sollte beim Vertragsabschluss mit einem ambulanten Pflegedienst das Kleingedruckte lesen. Die Leistungen müssen darin genannt werden. Foto: Friso Gentschs Vertrag mit ambulantem Pflegedienst muss Leistungen benennen Im Alter möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben: Das wünschen sich viele. Pflegebedürftige sind dabei auf die Hilfe ihrer Angehörigen oder eines ambulanten Pflegedienstes angewiesen. Nicht immer sind deren Verträge transparent, sagen Verbraucherschützer.
Wenn die zuständige Pflegekasse einen Antrag auf Pflegestufe nicht rechtzeitig bearbeitet, muss sie automatisch Geld an den Versicherten zahlen. Foto: Christoph Schmidt/dpa Kasse muss Fristen einhalten oder zahlen Wer einen Pflegeantrag bei der Pflegekasse einreicht, hat das Recht auf zeitnahe Bearbeitung. Aber was geschieht, wenn die zuständige Krankenkasse den Termin verstreichen lässt?