Bei ersten Erkältungsanzeichen weniger trainieren

30.10.2019
Einfach ignorieren, dann geht es von alleine weg? Das funktioniert bei Erkältungen in der Regel nicht. Gerade Freizeitsportler müssen deshalb aufpassen - sonst droht eine lange Zwangspause.
Bei Grippe oder Erkältung einfach weiter Sport machen? Besser nicht, lieber etwas kürzer treten. Foto: Christina Sabrowsky/dpa
Bei Grippe oder Erkältung einfach weiter Sport machen? Besser nicht, lieber etwas kürzer treten. Foto: Christina Sabrowsky/dpa

Köln (dpa/tmn) - Wenn die Nase läuft, sollte man nicht mehr laufen gehen. Ein kranker Körper braucht Schonung, sagt Prof. Ingo Froböse. Er leitet das Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln. Die Joggingrunde oder das Training im Fitnessstudio sollte daher auch bei vermeintlich harmlosen Erkältungen erst einmal ausfallen.

Typisches erstes Anzeichen einer Erkältung ist das Kratzen im Hals. «Da muss man vielleicht nicht sofort aufhören», sagt Froböse. Spätestens wenn Müdigkeit oder Schlappheit hinzukommen, sollte man das Training aber wenigstens anpassen - und statt der Intensiv-Einheit eine moderatere wählen.

Das Herz als Warnsystem

Wer es genau wissen will, kann morgens nach dem Aufstehen seine Ruhe-Herzfrequenz messen. Liegt die zwei bis vier Schläge höher als sonst, ist das noch normal. Vier bis sechs Schläge mehr sind aber schon ein klares Alarmzeichen. «Da ist dann fast sicher was im Anmarsch», sagt Froböse - und rät zur Trainingspause.

Bis eine Erkältung ganz wieder verschwunden ist, vergehen in der Regel ein paar Tage. Währenddessen können Freizeitsportler schon langsam wieder mit der Bewegung anfangen - und sei es nur in Form eines Spaziergangs. Wichtig ist, den Körper noch nicht zu überfordern. Und wer Fieber hatte, sollte sich eine Extrapause gönnen: Drei Tage Ruhe sollten es nach dem Abklingen mindestens sein.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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