Asthmatiker und Sport: Wie viel Bewegung ist erlaubt?

23.03.2016
Stimmt das eigentlich, dass Asthmatiker keinen Sport treiben dürfen? Oder ist es vielleicht sogar gut. Ein Experte klärt auf.
Asthmatiker und Sport: Ist das verträglich? Foto: Angelika Warmuth
Asthmatiker und Sport: Ist das verträglich? Foto: Angelika Warmuth

Berlin (dpa/tmn) - Bei Asthma darf man keinen Sport machen - an diese vermeintliche Weisheit glauben viele. Aber stimmt das eigentlich? «Das ist vollkommen falsch», sagt Prof. Torsten Zuberbier Leiter des Allergie-Centrums der Charité - Universitätsmedizin Berlin.

Allerdings werden immer noch Kinder mit Asthma vom Schulsport abgemeldet, wie Zuberbier berichtet. Das sei keinesfalls richtig.

«Je besser die Lunge trainiert ist, je sportlicher man ist, desto besser steht es auch um das Asthma.» Wichtige Voraussetzung: «Damit es möglich ist ohne Atemwegsbeschwerden ein Training zu absolvieren, ist eine gute Diagnostik und entsprechende Medikation unerlässlich.» Diese richtet sich immer nach der Ursache - bei einer Pollenallergie kann etwa eine Hyposensibilisierung Sinn machen, wie Zuberbier erklärt.

Wie viel oder wie intensiv man als Asthmatiker Sport treiben kann, muss man ausprobieren. «Unter den Olympioniken der Kaltluftsportarten ist gerade aus den nordischen Ländern ungefähr jeder fünfte Asthmatiker», sagt Zuberbier. «Und bei denen hat es mit dem Sport ja auch ganz gut geklappt.»


KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Ein Sonnenbad sollte anfangs nicht zu lange dauern. Foto: Patrick Seeger/dpa Gefährliche Frühlingssonne: So schützen Sie Ihre Haut Endlich Frühling. Endlich Sonne. Viele Menschen nutzen das schöne Wetter, um Wärme und Licht zu tanken. Gleich den ganzen Tag ungeschützt in der Sonne zu baden, ist allerdings keine gute Idee. Sonnenbrand-Gefahr!
Wetterfühlige Menschen leiden häufig unter Kopfweh. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa Was bei wetterbedingten Kopfschmerzen hilft Auf einen Wetterumschwung reagieren manche Menschen empfindlich. Sie klagen über starke Kopfschmerzen. Betroffene können vorbeugen, damit die nächste Wetterkapriole nicht wieder zur Schmerzfalle wird.
Die Nase läuft und läuft: Die Blütenpracht im Frühling ist für manchen Heuschnupfen-Geplagten eine Tortur. Foto: Friso Gentsch/dpa/dpa-tmn Blütenstaub und Raupenhaare: Was in der Luft herumschwirrt Der Frühling ist auf dem Höhepunkt: Es blüht überall, die Luft duftet herrlich. Wären da nur nicht die Nebenwirkungen der Naturpracht. Nicht nur Allergiker sind betroffen - auch viele Autofahrer nervt es.
Pollenallergiker, denen die Frühblüher zu schaffen machen, vertragen manchmal auch keine rohen Äpfel und Mandeln. Foto: Andrea Warnecke Hasel und Apfel: Was bei Kreuzallergien zu beachten ist An den Haselnusssträuchern sind die ersten Kätzchen schon offen, bald geht der Pollenflug los. Wer gegen die Frühblüher wie Hasel oder Birke allergisch ist, verspürt häufig auch ein Kribbeln im Mund, wenn er bestimmte Lebensmittel isst.