Alzheimer ist keine «Alterserscheinung»

12.03.2021
Sie geht mit Vergesslichkeit und Orientierungslosigkeit einher: Alzheimer ist eine nicht heilbare Krankheit - und nichts anderes, auch wenn das mitunter behauptet wird.
Ein Zettel als Gedächtnisstütze, dass man den Herd ausschaltet: Menschen mit Alzheimer werden unter anderem zunehmend vergesslich. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Ein Zettel als Gedächtnisstütze, dass man den Herd ausschaltet: Menschen mit Alzheimer werden unter anderem zunehmend vergesslich. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Düsseldorf (dpa/tmn) - Rund um die Krankheit Alzheimer kursieren viele Missverständnisse. Eines ist, dass die Krankheit mitunter als normale Alterserscheinung abgetan wird. Das sei jedoch falsch, stellt der Verein Alzheimer Forschung Initiative (AFI) klar.

Organisch gesunde Gehirne könnten bis ins hohe Alter äußerst leistungsfähig sein - wenngleich sie in der Regel langsamer arbeiten. Bei Alzheimer sterben Nervenzellen im Gehirn ab. Betroffene werden zunehmend vergesslich, verwirrt und orientierungslos.

Alzheimer ist - das ist ein weiterer Irrtum - auch nicht mit Demenz gleichzusetzen. Unter Demenz werden nach Angaben der AFI mehr als 50 verschiedene Störungen der geistigen Leistungsfähigkeit summiert. Es ist also der Überbegriff. Alzheimer sei mit rund zwei Drittel aller Fälle wiederum die häufigste Form der Demenz.

© dpa-infocom, dpa:210312-99-795142/2

Irrtümer über Alzheimer im Überblick


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Mit verschiedenen Tests können Mediziner feststellen, ob eine Demenzerkrankung vorliegt. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Bei Anzeichen einer Demenz Arzt aufsuchen Nehmen Gedächtnisstörungen im Alter zu, kann das eine beginnende Demenz sein. Experten erklären, bei welchen Anzeichen man zum Arzt gehen sollte - und warum es wichtig ist, Klarheit darüber zu haben.
Freundschaften pflegen ist ebenso wichtig wie gesunde Ernährung, um auch im Alter geistig fit zu bleiben. Foto: Robert Kneschke/Westend61/dpa-tmn Ein Leben lang gegen Alzheimer vorbeugen In jüngeren Jahren denkt kaum jemand an Hirnkrankheiten, die bei Älteren zuschlagen. Dabei ist es niemals zu früh für Prävention. Ein Experte erklärt, wie man gegensteuert.
Mit viel Bewegung, gutem Essen und sozialen Kontakten lässt sich das Risiko einer Demenzerkrankung senken. Foto: Patrick Pleul So lässt sich das Risiko für Demenz senken Alois Alzheimer erkannte vor über 100 Jahren als erster die nach ihm benannte Form der Hirnerkrankung. Bis heute ist sie unheilbar, aber man kann im Alltag einige vorbeugende Maßnahmen treffen - und damit das Risiko einer Demenz-Erkrankung senken.
Für Ärzte und Angehörige sei die Frage, ob ein Demenzkranker Autofahren kann, eine «sehr konfliktträchtige Situation», so Helga Schneider-Schelte von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. Foto: Felix Kästle Beratung beim Hausarzt zu Autofahren mit Demenz Der Verzicht aufs Auto ist für viele Demenzkranke ein schwerer Schritt. Entsprechend heikel ist es für Angehörige, dies anzusprechen. Sie sollen künftig mehr Hilfe durch den Hausarzt bekommen.