Allergie oder Infektion? - Juckende Augen abklären lassen

22.03.2016
Wenn die Augen jucken und gerötet sind, vermuten Betroffene oft die Pollen dahinter. Doch selbst wenn eine Allergie vorhanden ist, kann dem Jucken auch eine unangenehme Infektion zugrunde liegen.
Allergie oder Infektion? Hinter juckenden Augen muss keine Pollen-Allergie stecken. Foto: Arno Burgi
Allergie oder Infektion? Hinter juckenden Augen muss keine Pollen-Allergie stecken. Foto: Arno Burgi

Düsseldorf (dpa/tmn) - Mit dem Start der Pollensaison leiden viele wieder unter roten und juckenden Augen.

Sind tatsächlich die Pollen der Auslöser, handelt es sich dabei um eine sogenannte allergische Konjunktivitis - also eine allergische Bindehautentzündung. Darauf weist der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) hin.

Doch hinter roten und juckenden Augen können auch andere Ursachen stecken, etwa eine Infektion mit Bakterien oder eine Verletzung der Augenoberfläche. Falls die Bindehautentzündung nicht innerhalb von 48 Stunden abklingt, sollten Betroffene sie deshalb vom Augenarzt abklären lassen - auch wenn man die Pollen als Ursache vermutet.

Die allergische Konjunktivitis lässt sich mit Augentropfen behandeln, die den Botenstoff Histamin hemmen. Für Kontaktlinsenträger bedeutet die Reaktion, ein paar Tage lang auf die Brille umzusteigen: Die Augenoberfläche müssen sie jetzt etwas schonen.


KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Wer kurzsichtig ist, sieht nur in der Ferne gut. Betroffene sollten immer eine passende Brille oder Kontaktlinsen tragen. Foto: Florian Schuh/dpa Raus ans Licht: Wie man Kurzsichtigkeit vorbeugen kann Die Myopie trübt den Blick von Milliarden Menschen auf der ganzen Welt. Bis 2050 könnte laut Schätzungen jeder zweite Weltbürger von Kurzsichtigkeit betroffen sein. Forscher sind der Volkskrankheit auf der Spur. Doch wissenschaftlich gesicherte Ratschläge sind rar.
Eltern sollten ihr Kind spätestens zwischen dem 30. und 40. Lebensmonat vorsorglich augenärztlich untersuchen lassen. Sind in der Familie Fehlsichtigkeiten oder Schielen bekannt, sollte die Untersuchung schon am Ende des ersten Lebensjahres erfolgen. Foto: BVA Schielen ist nicht harmlos Schielen ist mehr als ein Schönheitsfehler. Es kann ein Anzeichen für eine schwerwiegende Sehbehinderung sein. Je früher eine Therapie beginnt, desto besser sind die Heilungsaussichten.
Vier- bis Sechsjährige sollten maximal 30 Minuten am Tag vor Computer- und Handybildschirmen verbringen. Foto: Ole Spata/Symbolbild Handys in Kinderhand: Höheres Risiko für Kurzsichtigkeit Computerbildschirme sind kein Spaß für die Augen. Besonders bei kleinen Kindern sehen Augenärzte Gefahren für die Entwicklung des Sehvermögens. Die Quittung kann nicht nur Kurzsichtigkeit sein.
Manche Menschen haben das Gefühl, nachts nicht so gut sehen zu können. Dahinter steckt aber nicht immer eine Nachtblindheit. Foto: Kai Remmers/dpa-tmn Nachtblind? - Meist steckt etwas anderes dahinter Manche Menschen haben das Gefühl, nachts nicht gut sehen zu können. Einfach hinnehmen müssen sie das nicht. Eine Nachtblindheit lässt sich zwar nicht behandeln - in den meisten Fällen steckt aber etwas ganz anderes dahinter.