Akne ist ein Fall für den Arzt

15.04.2020
Schmerzende Pickel im ganzen Gesicht: Akne macht vielen Jugendlichen das Leben zur Hölle. Kein Wunder, dass manche da Heilsversprechen aus dem Netz vertrauen. Doch das ist keine gute Idee.
Hartnäckige Pickel und Mitesser sollte man nicht ausdrücken. Besser ist es, einen Arzt um Rat zu fragen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Hartnäckige Pickel und Mitesser sollte man nicht ausdrücken. Besser ist es, einen Arzt um Rat zu fragen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Köln (dpa/tmn) - Jugendliche leiden unter Akne oft besonders. Im Internet und in sozialen Netzwerken finden sich zahlreiche Tipps und Videos, die schnelle Besserung versprechen - von der Creme über Nahrungsergänzungsmittel bis zu vermeintlich rettenden Ernährungsumstellungen.

Solchen Heilsversprechen sollten Jugendliche aber nicht blind vertrauen, rät der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte.

Besser sei es, bei hartnäckigen Pickeln und Mitessern zum Arzt zu gehen. Auch eine Videosprechstunde kann in solchen Fällen helfen, so die Experten. Bietet der Arzt diese an, ist das in Zeiten der Corona-Pandemie eventuell eine gute Alternative.

Das Problem bei Pickeln: Jede Akne ist anders - das eine Gegenmittel gibt es daher nicht. Der Arzt kann zum Beispiel herausfinden, was die Ursache der Hautunreinheiten ist. In Frage kommen den Angaben nach zum Beispiel bestimmte Medikamente, vielleicht auch Krankheitserreger. Letztere lassen sich dann zum Beispiel mit einem Antibiotikum bekämpfen. Bei weniger schweren Fällen reicht es in der Regel aus, sie mit Mitteln zur äußeren Anwendung zu bekämpfen.

Betroffene brauchen vor allem Geduld und Ausdauer: Die erste Therapiephase kann etwa drei Monate dauern - zu Beginn kann es zudem sein, dass sich das Hautbild erst einmal verschlechtert. Und wenn die Akne weg ist, ist der Kampf noch nicht vorbei: Oft ist dann eine sogenannte Erhaltungstherapie nötig, damit die Pickel nicht zurückkehren ( www.kinderaerzte-im-netz.de).


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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