Abgeflachte Gefühle: Zeichen für Medikamentenabhängigkeit?

04.05.2016
Wer regelmäßig Tabletten einnimmt, kann schnell abhängig werden. Das kommt natürlich auf den Wirkstoff an. Gerade bei Älteren werden entsprechende Symptome immer wieder übersehen.
Eine Abhängigkeit von Medikamenten entsteht manchmal schleichend. Foto: Friso Gentsch
Eine Abhängigkeit von Medikamenten entsteht manchmal schleichend. Foto: Friso Gentsch

Bonn (dpa/tmn) - Wenn ältere Menschen unkonzentriert und vernebelt wirken, sollten Angehörige und Freunde aufmerksam werden. Denn das ist ein mögliches Anzeichen für eine Medikamentenabhängigkeit.

In einem solchen Fall wirken auch die Gefühle abgeflacht und die Betroffenen distanziert. Darauf weist die Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin und Suchtmedizin Maria Klein in der Zeitschrift der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen hin.

Erster Ansprechpartner ist in einem solchen Fall der Hausarzt. Unter Umständen ist auch die Betreuung durch einen Facharzt für Psychiatrie notwendig. Auch Suchtberatungsstellen sind eine mögliche Anlaufstelle.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Das «Jahrbuch Sucht 2017» beschäftigt sich in diesem Jahr intensiver mit dem Thema Medikamentenabhängigkeit. Foto: Oliver Berg/dpa Unwissentlich abhängig - Die stille Sucht der älteren Damen Schlafstörungen, Angst, Panik: Schlaf- und Beruhigungsmittel sollen über schwere Lebensphasen hinweghelfen. Doch Tausende kommen nicht mehr davon los. Ein Wissenschaftler kritisiert, das Problem werde verschleiert.
In vielen Gemeinden dürfen Medikamente im Hausmüll entsorgt werden. In die Toilette gehören sie dagegen nicht. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn So sieht eine gut sortierte Hausapotheke aus Schmerzmittel haben die meisten im Haushalt herumliegen. In eine Hausapotheke gehört aber noch viel mehr, vom Verbandsmaterial bis zur Notfalltelefonnummer. Und auch sonst gibt es einiges zu beachten: Ins Bad gehört die Hausapotheke zum Beispiel nicht.
Um bei Medikamenten nicht den Überblick zu verlieren, sollten sich ältere Menschen einen Medikationsplan beim Hausarzt ausstellen lassen. Foto: Jens Schierenbeck/dpa-tmn Pillen, Ärzte, Klinik: Im Alter den Überblick behalten Mit steigendem Alter kommen die Wehwehchen - davor ist kaum jemand gefeit. Damit beim Arzt oder im Krankenhaus nichts schief geht, sollten Patienten selbst ein paar wichtige Dinge beachten. Ein Buchautor gibt Tipps für ältere Menschen und ihre Angehörigen.
20 000 Apotheken gibt es in Deutschland. Werden es bald weniger? Seit kurzem schrillen die Alarmglocken in der Branche. Foto: Patrick Pleul Wandel in der Apothekenbranche - Profitieren Verbraucher? Das rote «A» ist unübersehbar in Einkaufsstraßen und anderswo in den Städten - 20 000 Apotheken gibt es in Deutschland. Werden es bald weniger? Seit kurzem schrillen die Alarmglocken in der Branche.