Ältere Menschen drücken aus Einsamkeit den Notrufknopf

30.12.2016
Alte Menschen leiden besonders am Jahresende häufig unter Einsamkeit. Das bekommen auch Hilfsdienste wie die Malteser zu spüren - regelmäßig würden Notrufsysteme benutzt, um einfach mal wieder mit einem anderen Menschen zu reden.
Einsamkeit: Eine Frau steht mit Telefon am Fenster. Foto: Angelika Warmuth (Archiv)
Einsamkeit: Eine Frau steht mit Telefon am Fenster. Foto: Angelika Warmuth (Archiv)

Köln (dpa/tmn) - Sie wollen einfach mit jemandem sprechen: Am Ende des Jahres betätigen Senioren besonders häufig zu Hause den Notruf, obwohl ihnen eigentlich nichts passiert ist. Das berichtet der Malteser Hilfsdienst.

Im Jahr 2016 wurde an Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen bei der Hilfsorganisation insgesamt mehr als 7000 Mal Alarm ausgelöst. Der Rettungswagen wurde aber nur 361 Mal gebraucht. In 852 Fällen fuhr ein Mitarbeiters des Hintergrunddienstes zu dem älteren Menschen, um ihm zum Beispiel zu helfen, sich nach einem Sturz wieder aufzurichten.

Unter den rund 5800 verbleibenden waren besonders viele sogenannte soziale Notrufe. Häufig sagten die Betroffenen in diesen Fällen, sie hätten versehentlich den Kopf gedrückt. Im Gespräch mit den Maltesern stelle sich dann heraus, dass die Menschen sich allein fühlten und jemanden zum Reden brauchten.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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