Zucker im Kochwasser nimmt Spargel die Bitternote

23.04.2020
Ein bisschen ist ja okay, aber zu bitter sollte Spargel nicht schmecken. Falls doch, liegt es am Wetter, oder er wurde falsch gestochen. Doch man kann ihn retten. Jedenfalls teilweise.
Wenn Spargel sehr bitter schmeckt, wurde er eventuell zu nah am Wurzelstock gestochen - ein Löffel Zucker im Kochwasser kann dann die Rettung sein. Foto: Kai Remmers/dpa-tmn
Wenn Spargel sehr bitter schmeckt, wurde er eventuell zu nah am Wurzelstock gestochen - ein Löffel Zucker im Kochwasser kann dann die Rettung sein. Foto: Kai Remmers/dpa-tmn

München (dpa/tmn) - Eine leichte Bitternote gehört zum typischen Spargelgeschmack. Doch manchmal kommt es vor, dass einzelne Spargelstangen noch bitterer sind als gewöhnlich. Keine Panik: Bitterer Spargel ist nicht giftig, beruhigt die Verbraucherzentrale Bayern. 

Meist wurde die Stange dann nur zu nah am Wurzelstock gestochen, in dem die Bitterstoffe stecken.

Die Wurzelstöcke wachsen jedes Jahr ein paar Zentimeter mehr nach oben. Bewirtschaftet man Spargelfelder über mehrere Jahre, müssen die Spargeldämme daher jedes Jahr erhöht werden. Sonst könne es passieren, dass der Spargel zu dicht an der Wurzel abgeschnitten wird und vermehrt Bitterstoffe enthält.

Eine andere Ursache könne auch unbeständiges Wetter wie ein plötzlicher Kälteeinbruch mit rasch darauffolgender Hitze sein. Die Bitterstoffe stecken vor allem in der Schale und in der Basis.

Dann hilft es, die Spargelstangen gründlich zu schälen und das untere Ende großzügig abzuschneiden. Ein Teelöffel Zucker im Kochwasser könne den bitteren Geschmack auch teilweise neutralisieren.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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