Worin sich Brand und Geist bei Obstschnaps unterscheiden

04.03.2019
Obstschnäpse tragen oft den Namenszusatz Geist oder Brand. Die wenigsten wissen, was eigentlich den Unterschied ausmacht. Vor allem werden die Sorten anders hergestellt. Entscheidend für das jeweilige Destillat ist die Frucht selbst.
Die einsame Gemeinsamkeit: beides sind Spirituosen. In ihrer Herstellung unterscheiden sich Brand und Geist jedoch deutlich. Foto: Patrick Seeger
Die einsame Gemeinsamkeit: beides sind Spirituosen. In ihrer Herstellung unterscheiden sich Brand und Geist jedoch deutlich. Foto: Patrick Seeger

München (dpa/tmn) - Mal heißt er Brand, mal Geist - aber meist wird ein Gläschen davon bevorzugt nach dem Essen als Obstler oder Obstschnäpschen geordert. Dabei sind Brand und Geist keineswegs Synonyme. Der Unterschied liegt im Herstellungsverfahren, erklärt die Verbraucherzentrale Bayern.

Bei einem Obstbrand wird eine Maische aus vergorenen Früchten hergestellt und anschließend destilliert. Der gesamte Alkohol im fertigen Brand entsteht aus dem Zucker, der im Obst vorhandenen ist. Das sei gerade bei kleinen Früchten sehr aufwendig, weshalb ein Brand meist teurer als ein Geist ist.

Bei einem Geist - wie dem bekannten Himbeergeist - stammt der Alkohol nicht aus dem Vergären von Früchten, sondern aus dem verwendeten Neutralalkohol. Für einen Geist nimmt man Früchte, die wegen ihres zu geringen Zuckergehalts nicht zum Vergären geeignet sind, aber viel Aroma besitzen. Sie werden in hochprozentigem Neutralalkohol eingelegt, so dass die Aromastoffe in den Alkohol übergehen. Anschließend wird dieser Frucht-Alkohol-Ansatz destilliert.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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