Wie Dinkel und Grünkern sich unterscheiden

17.09.2019
Viele entdecken derzeit Urgetreide wie Dinkel für die Küche wieder. Auch in unreifer Form - als Grünkern - schmeckt er in zahlreichen Gerichten. Es gibt jedoch Unterschiede bei der Verwendung.
Alternativ-Getreide: Dinkel enthält mehr Eiweiß als Weizen - und dazu viele weitere Nährstoffe wie Eisen, Mangan, Phosphor, Magnesium. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa/dpa-tmn
Alternativ-Getreide: Dinkel enthält mehr Eiweiß als Weizen - und dazu viele weitere Nährstoffe wie Eisen, Mangan, Phosphor, Magnesium. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa/dpa-tmn

Neuwied (dpa/tmn) - Getreidefelder haben mehr zu bieten als Weizen. Die Pflanze kann nämlich auch wild: Dinkel ist eine der bekanntesten alten Getreidearten und in der Küche vielseitig einsetzbar. Und zwar auch in unreif geernteter Form, die dann Grünkern genannt wird.

Dinkel habe einen höheren Eiweißgehalt als Weizen und enthalte reichlich Nährstoffe wie Eisen, Mangan, Phosphor, Magnesium und die Vitamine A, E und B, schreibt das Magazin «Lebensmittel Praxis» (Ausgabe 14/2019). Im Vergleich zum Weizen sei die Ähre etwas schmaler und länglicher.

Backeigenschaften unterscheiden sich

Dinkel eigne sich besonders zum Backen. Sein kerniger Geschmack kommt in Brot, Brezeln oder Nudeln gut zur Geltung. Aber auch für die Herstellung von Klößen, Pfannkuchen oder Kuchen lässt sich das Korn verwenden. Im Handel können Verbraucher Dinkel in vielen Formen erwerben: vom Korn über Schrot hin zum Grieß.

Die Körner des unreifen Dinkels dagegen sind weicher und nicht so lange haltbar. Um den Grünkern haltbarer zu machen, wird er getrocknet. Durch diesen Vorgang werden die Körnchen grünlich und bekommen einen würzigen, rauchigen Geschmack.

Der unreife Bruder des Dinkels sei allerdings nicht zum Backen geeignet, erklärt das Magazin. Der Grünkern schmecke dafür aber in herzhaften Gerichten wie Suppen und Bratlingen. Im Supermarkt findet man Grünkern als Korn, Mehl, Schrot und Flocken.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Immer mehr Fleischersatzprodukte kommen auf den deutschen Markt. Sie bestehen unter anderem aus Getreide, Soja, Pilzen, Bohnen, Erbsen oder auch der Jackfrucht. Foto: Andreas Arnold Warum Fleischersatz so schmecken soll wie das Original Grünkernbratling war gestern, heute müssen sich Gaumenschmaus und klimaschonende Ernährung nicht mehr ausschließen. Zurzeit sorgen neue pflanzliche Burger für Gesprächsstoff. Doch warum müssen die Produkte überhaupt genauso aussehen und schmecken wie Fleisch?
Laut dem Bäckerhandwerk gibt es in Deutschland 3200 Brotspezialitäten. Am beliebtesten sind Mischbrote. Foto: Paul Knecht/dpa Brotkultur in Deutschland: Von Vollkorn und anderen Sorten Morgens Brötchen, abends Schnitte - in Deutschland gibt es Tausende Arten von Broten. Welche werden gern gegessen, und welche sind besonders gesund?
Weizenvollkorn-Brot enthält mehr Ballaststoffe, während Weißmehl-Brot den Zuckerspiegel schnell ansteigen und wieder abfallen lässt. Foto: Lino Mirgeler Woher kommt die Angst vor Weizen? Was macht ein Weizenbrot zum guten Weizenbrot? Forscher der Universität Hohenheim sowie Bäcker und Müller wollen das herausfinden - während andere es lieber ganz von ihrer Einkaufsliste verbannen.
Durch den Bio-Trend erleben alte Getreidesorten wie Dinkel (im Bild) ein Comeback. Foto: Matthias Balk Urgetreide ist nicht gesünder Emmer versus Weizen: Welches Getreide ist gesünder? Das fragen sich viele Verbraucher, weil Urgetreide gerade im Trend liegt.