Was deutschen Winzersekt ausmacht

03.04.2019
Winzersekt ist eine beliebte Alternative zu den meist industriell hergestellten Schaumweinen aus dem Supermarkt. Doch wie entsteht der edle Tropfen?
Deutscher Winzersekt schmeckt mehr nach Traube als ausländische Schaumweine. Foto: www.deutscheweine.de
Deutscher Winzersekt schmeckt mehr nach Traube als ausländische Schaumweine. Foto: www.deutscheweine.de

Düsseldorf (dpa/tmn) - Champagner, Cremant, Cava - jeder Schaumwein hat seine spezielle Note. Das gilt auch für den deutschen Winzersekt. Was ist das Besondere an ihm?

«Er ist vor allem von Frucht geprägt. Das unterscheidet ihn von ausländischen Schaumweinen», sagte Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut (DWI) anlässlich der Fachmesse «ProWein» in Düsseldorf. Dort wurden die besten Winzersekt-Proben von einer internationalen Jury prämiert.

Im Gegensatz zu einfachen Konsumsekten geben ihm die Winzer mehr Zeit, um Kohlensäure zu binden. «Die entsteht bei der zweiten Gärung in der Flasche. Wenn er neun Monate oder länger auf dem Hefelager liegt, verleiht ihm das besondere Cremigkeit», erklärt Büscher.

Einen guten Winzersekt erkenne man daran, dass er länger im Glas perlt und nicht so schnell schal wird. Eine angebrochene Flasche könne man mit einem Sektverschlussauch einen Tag länger, am besten im Kühlschrank, aufbewahren. Winzersekte kosten zwischen 10 und 20 Euro, teilweise auch noch darunter.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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