Warum man mit zimthaltigem Gebäck nicht übertreiben sollte

18.12.2018
Zimt ist ein klassisches Weihnachtsgewürz. Ob Lebkuchen, Plätzchen oder Punsch - das asiatische Gewürz darf in der Adventszeit selten fehlen. Jedoch sollte man davon nicht zu große Menge verzehren.
Zimtsterne werden traditionell zu Weihnachten gebacken. Zimt enthält jedoch den Aromastoff Cumarin, auf den manche Menschen empfindlich reagieren. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn
Zimtsterne werden traditionell zu Weihnachten gebacken. Zimt enthält jedoch den Aromastoff Cumarin, auf den manche Menschen empfindlich reagieren. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn

Bonn (dpa/tmn) - Mal süß, mal pikant: Die Einsatzgebiete der Zimtstange sind vielfältig. Doch nicht alle vertragen das Gewürz gleichermaßen gut, informiert das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE).

Und das liegt am Aromastoff Cumarin, auf den manche Menschen empfindlich reagieren. So sollten 0,1 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht nicht überschritten werden. Also etwa 6,5 Milligramm bei einem Gewicht von 65 Kilo. Bei Kleinkindern ist die tolerierte Tagesdosis bereits nach sechs Zimtsternen oder 100 Gramm Lebkuchen erreicht.

In Europa gibt es vor allem zwei Zimtsorten: Cassia-Zimt und Ceylon-Zimt. Letzterer ist auch als «Echter Zimt» bekannt. Seine Stangen sind gut zu erkennen - sie sehen mit ihren mehreren Schichten aus wie der Querschnitt einer angeschnitten Zigarre. Beim Cassia-Zimt ist eine relativ dicke Rindenschicht zu einem Röllchen eingerollt. Gut verschlossen sind Zimtstangen bis zu drei Jahre haltbar. Gemahlener Zimt sollte luftdicht und dunkel aufbewahrt werden, damit er sein Aroma beibehält.

Cassia-Zimt enthält deutlich mehr Cumarin als Ceylon-Zimt. Wer also gerne viel Zimt auf dem Milchreis mag, sollte im Zweifel lieber auf Ceylon-Zimt umsteigen, rät das BZfE. Diesen kann man hauptsächlich in Feinkost- und Asia-Läden kaufen. Cassia-Zimt ist günstig im Supermarkt erhältlich.

Mitteilung Food-Monitor


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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