Studie: Über 100 Millionen Bakterien pro Apfel

29.07.2019
Mikroorganismen sind wichtig für eine gesunde Darmflora. Rohes Obst und Gemüse sind dafür besonders effektive Lieferanten. Aber was ist besser Bio oder reicht auch Obst aus konventionellem Anbau?
Besonders gesund: Über hundert Millionen Bakterien pro Apfel. Foto: Patrick Pleul/Illustration
Besonders gesund: Über hundert Millionen Bakterien pro Apfel. Foto: Patrick Pleul/Illustration

Graz (dpa) - Ein typischer Apfel enthält mehr als 100 Millionen Bakterien. Das haben Forscher der Technischen Universität Graz herausgefunden. Die Ergebnisse wurden im Journal «Frontiers in Microbiology» veröffentlicht.

Hotspots der Bakterien waren die Samen und das Fruchtfleisch. «Die Bakterien, Pilze und Viren in unserer Nahrung besiedeln vorübergehend unseren Darm», erklärt Biologin Gabriele Berg, die die Studie mitbetreut hat.

Die Mikroorganismen seien also wichtig für eine gesunde Darmflora. «Das Kochen tötet die meisten davon ab, deshalb ist rohes Obst und Gemüse eine besonders wichtige Quelle für Mikroorganismen im Darm», so Berg.

Verglichen wurden in der Studie auch zwei verschiedene Äpfel miteinander: Bio-Äpfel und konventionelle Supermarkt-Äpfel. Beide weisen eine ähnliche Anzahl an Bakterien auf. Frisch geerntete, biologisch bewirtschaftete Äpfel beherbergten im Vergleich zu konventionellen deutlich vielfältigere Bakteriengemeinschaften, erklärt die Wissenschaftlerin. Damit sei der Bio-Apfel besser - zumindest für den Darm.

Studie An Apple a Day


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Reichlich Obst und Gemüse können die Gesundheit fördern. Foto: Ingo Wagner/dpa Wie Raucher und Trinker von Äpfeln und Tee profitieren Reichlich Obst und Gemüse können die Gesundheit fördern. Nun zeigt eine Studie, dass davon vor allem jene Menschen profitieren, die besonders gefährdet sind.
Höhere Preise sollen die Nachfrage nach ungesunden Produkten wie Limonade reduzieren. Foto: Monika Skolimowska Steuern auf Softdrinks und Tabak sollen Krankheiten mindern Sie sind Studien zufolge ungesund und tragen zur Armut bei: Softdrinks, Alkohol und Zigaretten haben nach neuesten Studien verheerende Auswirkungen. Forscher empfehlen konkrete Gegenmaßnahmen.
Wer jetzt unfreiwillig zu Hause feststeckt, hat die Wahl: Kekse und Gummibärchen am Laptop, Lieferservice fürs Thai-Curry, Fertigpizza oder selbst kochen. Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa Zurück an den Herd oder per Lieferservice? Wer jetzt unfreiwillig zu Hause feststeckt, hat die Wahl: Kekse und Gummibärchen am Laptop, Lieferservice fürs Thai-Curry, Fertigpizza oder selbst kochen. Verändert die Corona-Krise auch, wie und was wir essen?
Giftiges Teufelszeug oder heilsamer Karies-Killer? Beim Thema Fluorid gehen die Meinungen weit auseinander. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn/dpa Ab wie viel Zahnpasta droht Gefahr? Giftiges Teufelszeug oder heilsamer Karies-Killer: Beim Thema Fluorid gehen die Meinungen weit auseinander. Wie viel sollte der Mensch davon aufnehmen? Und wann ist es zu viel? Ein Faktencheck.