Schokolade, Kuvertüre, Kakaoglasur: Wo ist der Unterschied?

03.12.2021
Die Plätzchen sollen ja nicht nackt bleiben. Also muss eine schöne Verzierung her. Wer es schokoladig mag, hat die Wahl zwischen mehr Kakao-Anteil oder leichterer Verarbeitung.
Zur Verzierung von Plätzchen eignet sich auch eine kakaohaltige Fettglasur. Sie enthält zwar keine Kakaobutter, lässt sich dafür aber leichter verarbeiten. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn
Zur Verzierung von Plätzchen eignet sich auch eine kakaohaltige Fettglasur. Sie enthält zwar keine Kakaobutter, lässt sich dafür aber leichter verarbeiten. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn

München (dpa/tmn) - Zum Verzieren von Nussplätzchen, Spritzgebäck, Mozarttaler und Co. kann neben Blockschokolade auch Kuvertüre oder Kakaoglasur verwendet werden. Doch was ist der Unterschied?

«Der wichtigste Unterschied ist dabei der Fettgehalt», sagt Sabine Hülsmann, Lebensmittelexpertin der Verbraucherzentrale Bayern. So muss Kuvertüre mindestens 31 Prozent Kakaobutter enthalten, Blockschokolade dagegen nur 18 Prozent.

Bei Kakaobutter handelt es sich um wertvolles Pflanzenfett. Es beeinflusst den Geschmack, Glanz und Schmelz der Glasur. Durch ihren höheren Fettgehalt lässt sich Kuvertüre leichter verarbeiten als Blockschokolade. Allerdings darf man die Temperatur beim Schmelzen nicht zu hoch einstellen. 45 Grad sind das Maximum. Liegt die Temperatur höher, kann die Kuvertüre dickflüssig werden und beim Abkühlen weiße Schlieren bilden.

Schokolade enthält 14 Prozent fettfreie Kakaomasse, die für einen kräftig-herben Geschmack sorgt. In Kuvertüre stecken dagegen nur 2,5 Prozent Kakaomasse. Anders im Geschmack, aber leichter zu verarbeiten ist kakaohaltige Fettglasur. Sie verträgt hohe Temperaturen und enthält anstelle der Kakaobutter meist andere Pflanzenfette wie Palm-, Kokos- oder Erdnussfett. Zudem kann sie Aromen und Emulgatoren enthalten.

© dpa-infocom, dpa:211202-99-233849/3


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Nicht zu heiß werden lassen: Dann lässt sich Kuvertüre gut und gleichmäßig verarbeiten. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn So unterscheiden sich Kuvertüre und Kakaoglasur Wer seine Backwerke mit einer Schokoglasur überziehen möchte, hat vor dem Zutatenregal die Qual der Wahl. Dabei geht es nicht nur darum, was besser schmeckt.
Schön cremig: Kuvertüre veredelt Torten, Gebäck und Pralinen. Aber sie ist eine echte Kalorienbombe mit mindestens 31 Prozent Fett. Schokolade hat im Schnitt 18 Prozent Fett. Foto: Franziska Gabbert Kuvertüre enthält mehr Fett als Schokolade Kuvertüre ist eine beliebte Zutat beim Backen. Sie ist cremig und geschmeidig - mit ihr lassen sich Kuchen, Pralinen und Plätzchen gleichmäßig verzieren. Von der Schokolade unterscheidet sie sich vor allem durch ein Merkmal.
Persönliche Botschaften, grafische Details oder Marzipanapplikationen: Schokoladen-Sommelière Stefanie Bengelmann verziert Schoko-Figuren gerne individuell. Foto: dpa-tmn So knackt nur der Schokoweihnachtsmann Ist das Knisterpapier einmal ab, geht es dem süßen Rauschebart an den Kragen. Der ganze Kerl ist samt Stiefel im Nu verputzt. Warum schon ein kleiner Schokoweihnachtsmann zum großen Verführer wird.
Sieht aufwendig aus, ist aber ganz einfach: Ein Karamell-Dessert aus Schlagsahne und Kondensmilch mit Banane. Foto: Mona Binner/Bassermann Verlag/dpa-tmn Blitzschnelle Desserts: Süße Ideen für jeden Geschmack Ein besonders edler Milchreis oder ein superschneller Bienenstich: Dessert müssen kein großer Aufwand sein. Profis geben Tipps für köstliche Nachspeisen - die immer noch machbar sind und jedes Menü aufwerten.