Rheinische Ackerbohne hält Brot länger frisch

24.01.2019
Eigentlich hatte die Ackerbohne für Lebensmittel lange Zeit kaum noch Bedeutung. Doch nun bekommt sie eine wichtige Rolle in der Backkunst. Besonders gut macht sich die Bohne im Dinkelbrot, dem sie eine langanhaltende Frische verleiht.
Feuchtigkeitsspender: Die Rheinische Ackerbohne sorgt im Dinkelbrot dafür, dass es besonders lange frisch bleibt. Foto: Robert Günther
Feuchtigkeitsspender: Die Rheinische Ackerbohne sorgt im Dinkelbrot dafür, dass es besonders lange frisch bleibt. Foto: Robert Günther

Berlin (dpa/tmn) - Über 60 Jahre geriet sie als Nahrungsmittel in Vergessenheit und wurde nur noch an Tiere verfüttert: Doch jetzt haben Landwirte im Rheinland die Rheinische Ackerbohne wiederentdeckt.

Die Eiweißbombe landet vor allem im Dinkelbrot. «Durch den 40-prozentigen Ackerbohnenanteil bleibt das Brot lange frisch», sagte Maria Kremer vom Hof Lindenau auf der Internationalen Grünen Woche(18. bis 27. Januar).

Werden die Hülsen im August braun, sind die Ackerbohnen reif für die Ernte. Die hellbeigen Bohnen werden dann getrocknet und landen anschließend beim Bäcker, der sie röstet. «Dadurch bekommen sie ein nussiges Aroma. Samt Schale werden sie geschrotet und aufgekocht», erklärte Kremer. «Dabei nehmen sie reichlich Feuchtigkeit auf, die sie dann langsam wieder im Backwerk abgeben.»

Internationalen Grünen Woche


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
In speziellen Öfen wird der Lachs flambiert. Foto: Bernhard Ludewig/Finnische Botschaft So wild is(s)t Finnland Die Franzosen haben ihr Baguette, die Italiener ihre Pizza und die Österreicher den Kaiserschmarrn. Doch wer weiß schon, für was die Finnen berühmt sind? Für flambierten Lachs, Piroggen und alles, was der Wald hergibt - vor allem beeren-starke Vielfalt.
Die giftbelasteten Eier sind in weiten Teilen Deutschlands im Umlauf. Verbraucher sollen anhand der aufgestempelten Nummern überprüfen, ob ihre Eier im Kühlschrank belastet sind. Foto: Carmen Jaspersen/dpa Fipronil-Skandal: Eier in Restmüll werfen oder zurückgeben Der Skandal um Millionen giftbelastete Eier zieht weitere Kreise. Während Aldi vorerst keine Eier mehr verkauft, sehen Rewe, Edeka und Lidl keinen Grund zur Sorge. Verbraucher sollen dennoch Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.
Die gebackenen Camembert-Ecken sind mit einer Walnuss-Panade umhüllt. Foto: Wolfgang Schardt/Becker Joest Volk Verlag/dpa-tmn Bratgut mit gemahlenen Nüssen oder Tortillachips panieren Was beim berühmten Wiener Schnitzel als hohe Kunst gehandelt wird, gilt in der modernen Küche eher als ein bisschen fade: die klassische Panade aus Semmelmehl. Fisch, Fleisch oder Gemüse lassen sich raffinierter verpacken.
Stangenbohnen sollte man nicht roh essen. Foto: Andrea Warnecke Hände weg von Rohkost: Stangenbohnen richtig zubereiten Mit Busch- und Stangenbohnen ist das so eine Sache. Gekocht sind sie sehr gesund, roh dagegen giftig. Das liegt an der Blausäure.