Nur mit sauberem Löffel ins Honigglas

01.11.2019
Wer sich Honig aufs Brot schmiert, leckt danach schon mal die klebrigen Reste von Löffel oder Messer ab - um beides danach erneut ins Glas zu tauchen. Keine gute Idee. Denn Honig ist sehr sensibel.
Honig kann schnell verderben, wenn man mit einem Löffel hineintaucht, der nicht ganz sauber ist. Foto: Oliver Berg/dpa/dpa-tmn
Honig kann schnell verderben, wenn man mit einem Löffel hineintaucht, der nicht ganz sauber ist. Foto: Oliver Berg/dpa/dpa-tmn

Bonn (dpa/tmn) - Bei Honig muss man penibel darauf achten, nur wirklich saubere Löffel oder Messer ins Glas zu tauchen. Denn gelangen Fremdstoffe, Speichel oder Bakterien in den Honig, kann er schnell verderben oder sich im Geschmack unerwünscht verändern.

Darauf weist das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) hin. Die Inhaltsstoffe von Honig seien auch sehr licht- und wärmeempfindlich. Deshalb sollte Honig dunkel und kühl gelagert werden. Optimal seien 15 Grad.

Die Lagerung im Kühlschrank führt allerdings dazu, dass er schnell auskristallisiert. Bei über 18 Grad ändert sich dagegen die Zusammensetzung und Aroma- und Farbstoffe werden abgebaut.

Immer schnell wieder Deckel aufs Glas

Honig rundet den Geschmack von vielen Speisen ab, etwa von Sauerkraut, Rotkohl oder Möhrengemüse. Auch Schweinekoteletts lassen sich damit marinieren.

Aufpassen sollte man aber bei Zubereitungen von Speisen mit Speisestärke. Bei Pudding oder Soßen sollte der Honig mitkochen. Wird er erst später hinzugefügt, spaltet das Enzym Diastase die Stärke, und die Speise verflüssigt sich nachträglich.

Auch Fans von knackigen Keksen sollten auf Honig als Zutat verzichten. Gebäck mit Honig wird während der Lagerung immer etwas weich. Das liegt an der wasseranziehenden Eigenschaft von Honig. Deshalb sollten Verbraucher darauf achten, dass der Honig nicht zu lange Kontakt mit der Umgebungsluft hat - also schnell wieder Deckel drauf.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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