Nicht alle Haferdrinks sind gut für Schaumschläger

29.04.2020
Haferdrinks sind nicht nur klimafreundlicher als Kuhmilch, sondern schmecken sogar gut. Die Stiftung Warentest hat an ihrer Qualität im aktuellen Test wenig auszusetzen - mit einer Einschränkung.
Gute Alternative zur Milch? An vielen Haferdrinks hat die Stiftung Warentest kaum etwas auszusetzen. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Gute Alternative zur Milch? An vielen Haferdrinks hat die Stiftung Warentest kaum etwas auszusetzen. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Die Kuhmilch hat ernstzunehmende Konkurrenz - vor allem vom Haferdrink. Der ist vegan, klima- und tierfreundlich sowie laktosefrei. Unter den Milchalternativen ist die Hafervariante die beliebteste. Und auch die Stiftung Warentest äußert in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift «Test» (5/2020) kaum Kritik an den Produkten.

Von 18 verschiedenen Fabrikaten schnitten 14 mit der Note «Gut» ab, davon 11 mit Biosiegel. Von den restlichen Drinks war keiner schlechter als «befriedigend». In einem Kandidaten war allerdings eine starke Nickelbelastung zu finden. Nickel steht im Verdacht fortpflanzungsschädigend zu sein. 

Geschmacklich unterschieden sich die Produkte: Die Süße variierte, dazu gab es individuelle Geschmacksnoten wie vanillig, röstig oder leicht bitter. Weil Hafer von Natur aus kaum Kalzium mitbringt, bietet eine Anreicherung mit Kalzium Vorteile. Statt Sonnenblumenöl enthielt eine der getesteten Marken außerdem Rapsöl und somit gesunde Omega-3-Fettsäuren - was laut der Experten zu befürworten ist.

Verkostungssieger waren die «Hafer Barista Edition» von Oatly, «Oat Hafer Calcium» von Provamel und «Hafer Original mildgetreidiger Geschmack» von Alpro.

Nicht gesundheits-, aber komfortrelevant: die Schäumbarkeit der Produkte. In Kaffeespezialitäten mit viel Schaum wie Cappucino ist die Performance der Produkte teils ausbaufähig. Auf drei Packungen im Test stand ausdrücklich, dass sie sich zum Aufschäumen gut eignen. Aber nur zwei davon hielten das Versprechen: die «Barista Edition» von Oatly und der «Haferdrink ohne Kalzium» von Alnatura. 


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Vegetarische und vegane Ersatzprodukte haben oft einen hohen Salzgehalt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa Zu viel Salz in vegetarischen Ersatzprodukten Pflanzliche Ersatzprodukte liegen im Ernährungstrend. Konsumenten versprechen sich davon eine gesunde Alternative zu fleischhaltiger Kost. Doch laut einer Untersuchung finden sich in solchen Artikeln oftmals viele Zusatzstoffe und ein zu hoher Salzgehalt.
Auch diese Topinambursuppe mit Zitronengras wird mit Kokosmilch angesetzt. Foto: Knut Koops Mit Kokosmilch Süß und exotisch kochen Mit Kokosmilch erhält jedes Gericht eine exotische Geschmacksnote. Vor allem in Currys findet die cremige Milchalternative Verwendung. Aber auch in süßen Speisen und sogar zum Backen lässt sie sich einsetzen.
Pflanzendrinks aus Nüssen, Hafer oder Lupinenkernen sind im Trend: Je nach Sorte unterscheidet sich auch der Geschmack der Milchalternativen. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn Wenn die Milch nicht von der Kuh kommt Hafer, Dinkel, Reis oder Cashew: Pflanzliche Milch-Alternativen sind im Trend. Aber können sie die Kuhmilch wirklich ersetzen? Im Cappuccino etwa? Experten geben Tipps, wie das am besten kappt.
Imitate von Würsten oder Steak auf pflanzlicher Basis finden sich immer häufiger in den Supermarktregalen. Foto: Robert Günther/dpa-tmn Sind Pflanzen das bessere Schnitzel? Egal ob Tierwohl, Umweltschutz oder Gesundheit: Die Gründe für eine fleischarme Ernährung sind vielfältig. Aber wer sich gesund ernähren will, sollte bei Fleischalternativen genauer hinsehen.