Mit Babybrei gegen die Heißhunger-Falle

31.01.2019
Keine Zeit zum Essen, und der Magen hängt schon in der Kniekehle? Viele holen sich dann unterwegs ein belegtes Brötchen beim Bäcker. Das geht schnell - und auf Dauer vor allem schnell auf die Hüften. Wie es cleverer geht, verrät eine Expertin.
Wenn unterwegs der große oder kleine Hunger kommt, machen Snacks wie ein belegtes Baguette mit Remouladensoße schnell satt - aber auch schnell dick. Foto: Christin Klose
Wenn unterwegs der große oder kleine Hunger kommt, machen Snacks wie ein belegtes Baguette mit Remouladensoße schnell satt - aber auch schnell dick. Foto: Christin Klose

Berlin (dpa/tmn) - Wieder ohne Frühstück aus dem Haus? Wieder keine Zeit für eine ruhige Mittagspause? Und dann auch noch eine längere Fahrt vor sich? 2019 ist noch nicht alt und schon ist der Vorsatz «In diesem Jahr esse ich nur noch gesund!» über Bord geworfen.

So tappt man in die Bäcker-Falle am Bahnhof: Dort lauert das prall gefüllte Baguette oder ein dickes Sandwich - und der Magen wäre erstmal gefüllt. «Aber leider auch mit jeder Menge Kalorien samt ungesundem Weißmehl, schlimmstenfalls mit Remouladensoße oder fettem Käse», sagt die Berliner Ernährungsexpertin Sarah Tschernigow. Die Food-Bloggerin und Autorin ( «Not time to eat») hat drei Tipps.

Wie kann ich die Heißhunger-Falle beim Bahnhofs-Bäcker vermeiden?

«Im oder rund um den Bahnhof gibt es meist auch einen Supermarkt, nach dem man Ausschau halten sollte. Dort gibt es natürliche Produkte, von Obst über fertige Salate bis Gemüse», erklärt Tschernigow, die vor allem Cherrytomaten bevorzugt. «Darüber hinaus sind die Lebensmittel im Geschäft meistens verpackt. Im Gegensatz zum Fertigessen von Imbiss oder Bäcker verrät ein Blick auf die Zutatenliste, woran wir sind. Umso kürzer und verständlicher die Liste, desto besser das Produkt.» Ihr Geheimtipp für Mutige sind allerdings Gläschen mit Babynahrung. Die gibt es auch in Drogerien, die ebenfalls meist in Bahnhofsnähe zu finden sind.

Babybrei gegen Heißhunger?

«Ja, es gibt Gläschen beispielsweise mit Banane, Mango und Apfel. Das ist pur püriertes Obst. Das Püree ist wie ein Smoothie, nur nicht so süß, weil Baby- und Kleinkinder-Nahrung seltener Zusatzstoffe enthalten», erklärt der Ernährungs-Coach. Tschernigow hat für solche Fälle immer ein platzsparendes Camping-Besteck in der Tasche.

Und wie beugen Obst- und Gemüse-Muffel vor?

«Mit Nüssen und Studentenfutter. Die enthalten zwar auch viel Fette, aber durch die Omega-3-Fettsäuren gesunde Fette», erläutert Tschernigow. Sie empfiehlt eine Handvoll davon. Für alle Heißhunger-Fälle hat sie außerdem immer ein hartgekochtes Ei in der Tasche. Das sättige sogar mehr als ein Vollkornbrot.

Literatur:

«No time to eat: Auf die Schnelle gesund ernähren», Sarah Tschernigow Ullstein Taschenbuch, 256 Seiten, 12 Euro, ISBN-13: 978-3548377797.

Blog No Time To Eat


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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