Hier ist Hygiene wichtig: Vorsicht bei rohen Lebensmitteln

04.05.2016
Ehec, kurz für «enterohämorrhagische Escherichia coli», ist ein oft sehr ansteckender, aggressiver Erreger. Er kann zum Beispiel durch rohe Lebensmittel übertragen werden. Deshalb sollte sehr vorsichtig damit umgehen.
Über rohes Fleisch wie etwa Hackepeter können sich Bakterien und Keime verbreiten. Foto: Patrick Pleul
Über rohes Fleisch wie etwa Hackepeter können sich Bakterien und Keime verbreiten. Foto: Patrick Pleul

Düsseldorf (dpa/tmn) - Wie viele andere Erreger können Ehec-Bakterien durch mangelnde Hygiene bei der Zubereitung von Lebensmitteln übertragen werden. Daher sollten Verbraucher vor allem mit rohem Fleisch sorgfältig umgehen, rät Isabelle Mühleisen von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

«Generell sollte rohes Fleisch getrennt von Lebensmitteln, die nicht mehr gegart werden, zubereitet und gelagert werden.» Die rohe Ware sollte also beispielsweise nicht mit Salat in Kontakt kommen. Auch Besteck und Geschirr muss man gründlich mit Spülmittel und warmem Wasser reinigen, bevor man sie weiterverwendet.

Früher seien nur Ehec-Übertragungen durch tierische Lebensmittel bekanntgeworden, sagt Mühleisen. Mit den Sprossen im Jahr 2011 waren es erstmals auch pflanzliche. «Beispielsweise Sprossen in einem fertigen, abgepackten Salat sind schon ein gewisses Risiko», sagt die Expertin. Denn an ihnen vermehren sich relativ schnell Bakterien. Gerade immungeschwächte Menschen, Schwangere und Kinder sollten solche Produkte kurz vor Ablauf des Verbrauchsdatums besser nicht verzehren. Für alle gilt: Auch fertigen Salate unbedingt gründlich waschen, um das Risiko einer Infektion möglichst gering zu halten. Wer tiefgekühltes Fleisch auftaut und verzehrt, muss das Abtropfwasser sorgfältig auffangen und entfernen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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