Hier ist die Chilischote am schärfsten

29.09.2021
Da dachte man doch immer, wenn man die Kerne aus der Chilischote entfernt, wird die Schärfe erträglich. Dabei versteckt sich das feurige Capsaicin dicht daneben.
Wie scharf eine Chilischote ist, hängt vom Capsaicin-Gehalt der jeweiligen Sorte ab. Besonders viel von dem Scharfmacher befindet sich in den weißen Rippen, an denen die Kerne hängen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Wie scharf eine Chilischote ist, hängt vom Capsaicin-Gehalt der jeweiligen Sorte ab. Besonders viel von dem Scharfmacher befindet sich in den weißen Rippen, an denen die Kerne hängen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Hamburg (dpa/tmn) - Wer eine Chilischote entschärfen will, sollte mehr als nur die Kerne herauslösen. Denn besonders viel des Schärfe-Wirkstoffs Capsaicin befindet sich in den weißen Rippen, an denen die Kerne hängen. Darauf weist die Zeitschrift «Lecker» (Ausgabe 10/2021) hin.

Für den Fall, dass einen trotzdem mal zu viel der Chilischärfe umhaut, empfehlen die «Lecker»-Experten drei Sofortmaßnahmen:

- Im Topf: Eine zu feurige Soße lässt sich mit Erdnussbutter, Honig, Kokosmilch, Frischkäse, Sahne oder Schmand abmildern. Einfach einrühren, was gerade da ist.

- Auf der Haut: Wenn man sich nach dem Schnippeln unbedacht an Nase oder Auge reibt, tut's richtig weh. Hier hilft leider nur Vorbeugen: Nach dem Schnippeln sofort Hände (und Fingernägel) mit Öl einreiben, dann mit Spülmittel gründlich abwaschen.

- Im Mund: Statt mit Wasser besser mit Milch löschen. Auch Brot oder Milchprodukte schwächen die Wirkung von Capsaicin und lindern den Schmerz. Laut der Wissenschaft ist eine Kombi aus beidem besonders wirksam, etwa als Käsebrot.

Wer sich dagegen darüber wundert, dass Chilipulver zu wenig Bumms hat, sollte zu Cayennepfeffer greifen. Er besteht zu 100 Prozent aus Chilischoten der Sorte Cayenne. Chilipulver dagegen ist nur eine milde Gewürzmischung aus Cayennepfeffer, Knoblauch, Kreuzkümmel, Oregano und je nach Mix auch Muskat, Zimt und Nelken.

© dpa-infocom, dpa:210929-99-415636/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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