Geerntete Zucchini auf Bittergeschmack testen

28.05.2020
Selbst angebautes Gemüse lässt das Herz höher schlagen. Wer seine Zucchini erntet, sollte aber vor dem Zubereiten vorsichtig testen, ob sie bitter schmeckt. Denn in dem Fall droht Vergiftungsgefahr.
Warnzeichen: Wer Zucchini im Garten anbaut, sollte vor dem Zubereiten vorsichtig testen, ob sie bitter schmeckt. Foto: Nestor Bachmann/dpa-tmn
Warnzeichen: Wer Zucchini im Garten anbaut, sollte vor dem Zubereiten vorsichtig testen, ob sie bitter schmeckt. Foto: Nestor Bachmann/dpa-tmn

Stuttgart (dpa/tmn) - Wer im eigenen Garten Zucchini angebaut hat, freut sich schon auf die baldige Ernte. Doch vor Kochen oder Grillen sollte man testen, ob das Gemüse bitter schmeckt, warnt das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg.

Der Bittergeschmack mindere nicht nur den Genuss, sondern ist ein Warnsignal: Diese pflanzeneigenen Inhaltsstoffe sind nicht nur bitter, sondern extrem giftig. Die Rohware sollte schon vor dem Kochen vorsichtig verkostet, aussortiert und entsorgt werden. Denn die giftigen Bitterstoffe bleiben auch beim Kochen erhalten, erklärt Verbraucherschutzminister Peter Hauk.

Zucchini- und Kürbispflanzen bildeten bei heißem und trockenem Wetter verstärkt Bitterstoffe aus. Zudem nehme der Bitterstoffgehalt während der Fruchtreife zu. Deshalb sollten Zucchini nicht nur wegen des aromatischeren Geschmacks möglichst jung geerntet werden.

Von Vergiftungsfällen durch bittere Zucchini seien häufig ältere Menschen betroffen, weil sie Bittergeschmack nicht mehr so intensiv empfinden. Kürbisgewächse können natürlicherweise Bitterstoffe bilden, die als Cucurbitacine bezeichnet werden. Diese können je nach Dosis Übelkeit, Erbrechen, Magenkrämpfe und Durchfall auslösen und schlimmstenfalls zu einer lebensbedrohlichen hämorrhagischen Gastroenteritis führen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN

Passende Anbieter

Das könnte Sie auch interessieren
Ein saisonaler Pflücksalat enthält viele Nährstoffe. Foto: Andrea Warnecke/Symbolbild Endivien sind voller Nährstoffe Wenn die Erntezeit für Kopfsalat zu Ende geht, können Endivien in der Herbstküche punkten. Sie gelten nicht nur als Appetitanreger, sondern liefern auch Mineralien wie Kalzium und Natrium.
Vogelbeeren sind nicht giftig. Sie schmecken aber roh bitter und können zu Unwohlsein führen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn Erst Frost gibt den Vogelbeeren Aroma In großen Mengen und roh sollten Vogelbeeren nicht gegessen werden. Doch dass sie richtig giftig sind, ist ein Irrglaube. Sie schmecken in Gelee und Chutney.
Butterkekse sind ein echter Klassiker. Mit Kokosöl, Dinkelmehl und Birkenpuderzucker lassen sie sich auch etwas gesünder zubereiten. Foto: Thomas Leininger/Verlag Knaur Balance/dpa-tmn So gelingen vollwertige Weihnachtsplätzchen Vanillekipferl, Spekulatius oder Makronen gehören für viele zu Weihnachten dazu. Andererseits möchte nicht jeder wochenlang Zuckerbomben essen. Abhilfe schaffen Rezepte, die von allem etwas weniger enthalten.
Bei Hitze oder Trockenheit bilden Zucchinis gelegentlich giftige Bitterstoffe. Ihr Verzehr kann dann zu Magenproblemen führen. Foto: Andrea Warnecke Zucchini mit bitterem Geschmack nicht essen Zucchini ist ein klassisches Sommergemüse und passt ideal zu leichten, mediterranen Gerichten. Doch schmeckt die Frucht bitter, verzichtet man besser auf den Verzehr. Sonst droht eine Vergiftung.