Fleischloses Grillen mit Resten

19.06.2020
Ohne Steak und Bratwurst geht kein Grillen? Möglich. Aber fleischlose Produkte bringen Abwechslung. Das Brutzeln im Freien ist sogar die perfekte Chance, um auch Gemüsereste lecker zu verwerten.
Wenn Gemüse wie Zucchini und Paprika oder Pilze nicht mehr ganz taufrisch erscheinen, sind sie immer noch gut für den Spieß auf dem Grill. Foto: Monique Wüstenhagen/dpa-tmn
Wenn Gemüse wie Zucchini und Paprika oder Pilze nicht mehr ganz taufrisch erscheinen, sind sie immer noch gut für den Spieß auf dem Grill. Foto: Monique Wüstenhagen/dpa-tmn

Bonn (dpa/tmn) - Grillfans setzen beim sommerlichen Grillgenuss nicht mehr nur allein auf Fleisch. Wie man mit Gemüse und fleischlosen Produkten Abwechslung auf den Rost bringt und auch Gemüsereste verwerten kann, erklärt die Initiative «Zu gut für die Tonne».

- Nicht nur Paprika, Auberginen und Zucchini eignen zum Grillen. Durch ihren geringen Wassergehalt sind auch Kürbisfleisch, Artischocken und sogar fester Salat wie Chicorée perfekt für den Grill.

- Gemüse kann man genau wie Fleisch marinieren oder mit Salz, Kräutern und einem passenden Öl erhitzen. Hierbei sollte man darauf achten, dass ein verwendetes Öl sich problemlos und ungefährlich erhitzen lässt. Kaltgepresste Öle, darunter viele Olivenöle, können bei Temperaturen von über 180 Grad Giftstoffe freisetzen.

- Gemüsespieße sind eine ideale Verwertungsmöglichkeit für nicht mehr ganz frisches Gemüse. Da bieten sich Zwiebeln, Paprika oder ebenfalls Pilze, Kartoffeln, Auberginen und Zucchini an.

- Champignons kann man mit (Frisch)-Käse-Resten befüllen und auf dem Grill garen.

- Immer beliebter werden Käse-Grilltaler und Halloumi. Bleibt von ihnen etwas übrig, lassen sich die Reste kleingehackt am nächsten Tag noch gut im Rührei oder in einem Salat verarbeiten. Die meisten Grillkäseprodukte bestehen aus Weichkäsesorten und halten sich weniger lang als Hartkäse am Stück. Sie sollten deshalb gut gekühlt über Nacht gelagert und zeitnah verbraucht werden.

- Auch wenn man nach der x-ten Grillrunden fast platzt, ein Dessert geht immer. Obst wie Bananen, Ananas, Melonen, Kiwi, aber auch Äpfel und Birnen können ebenfalls vom Grill kommen. Der Bananen-Tipp: Bananen aufschneiden und mit Honig oder Schokoladenstücken füllen und dann über der Restglut erhitzen. Braune oder matschige Früchte müssten also keineswegs in der Tonne landen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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