Flavdrops können Geschmackssinn verderben

09.01.2020
Aromatropfen geben langweiligen Shakes oder fade schmeckendem Porridge erst Geschmack. Sportfans und Kalorienzähler lieben sie dafür. Aber was machen sie mit dem Geschmackssinn?
Nach einem Workout gönnen sich Freizeitsportler manchmal einen Proteinshake. Der Geschmack lässt sich mit sogenannten Flavdrops aufpeppen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Nach einem Workout gönnen sich Freizeitsportler manchmal einen Proteinshake. Der Geschmack lässt sich mit sogenannten Flavdrops aufpeppen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

München (dpa/tmn) - Sie sollen langweilige Proteinshakes, Getränke, Joghurts oder Müsli geschmacklich aufpeppen. Deshalb werden Aromatropfen gerade in der Fitnessbranche angepriesen.

Doch der Einsatz von sogenannten Flavour Drops, auch Flavdrops genannt, kann zwar die Geschmacksvielfalt erhöhen. Einen gesundheitlichen Wert haben sie aber nicht, erklärt die Verbraucherzentrale Bayern.

Gesundheitlich bedenklich seien Flavour Drops allerdings auch nicht, beruhigt Ernährungsexpertin Sabine Hülsmann. In der Regel bestünden die Tropfen aus Wasser, einem beliebigen Aroma, Süßungsmittel und manchmal Farb- und Konservierungsstoffen. Einige Hersteller geben noch Vitamine hinzu.

«Pure Flavdrops» kämen ganz ohne Süßungsmittel aus. Sie sind praktisch kalorienfrei und meist vegan, laktose- und glutenfrei. Allerdings besteht die Gefahr, dass sich der Geschmackssinn durch die Tropfen zu sehr an intensive und oft künstliche Aromen gewöhnt, warnt Hülsmann. Wer das nicht will, sollte Flavdrops daher nur selten verwenden.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Viele Menschen bevorzugen süße Getränke wie Limonade. Schädlich ist es vor allem für diejenigen, die zu Übergewicht neigen. Foto: Monika Skolimowska/dpa Was steckt hinter dem Ernährungstrend Zuckerfrei? Zucker hat viele Namen: Glukosesirup, Fruktose, Maltose oder Saccharose zum Beispiel. Klingt ungesund - aber ist es das auch? Ein Ernährungstrend dreht sich um die Abstinenz von dem «süßen Gift».
Zum Wohl! Wenn sie Wein trinken, entscheiden sich die Deutschen immer häufiger für weiße statt für rote Sorten. Foto: Franziska Gabbert Weißwein überholt Rotwein Immer mehr Weinfreunde schwenken um: Wer früher Roten getrunken hat, greift nun gerne zum Weißen - und da zu einer ganz bestimmten Traube. Warum das so ist und was vom Jahrgang 2018 zu erwarten ist, erklärt das Deutsche Weininstitut.
Apfelsaftschorlen gelten als gesunde Durstlöscher - doch die meisten Fertigschorlen schneiden im Test nicht gut ab. Foto: Robert Günther Jede dritte Apfelschorle fällt im Test durch Apfelsaft hat etwa genauso viel Zucker wie Cola. Deshalb greifen viele zur Apfelschorle. Doch im Test konnten viele Fertigschorlen nicht überzeugen. Besser ist es, sie selbst zu mischen - oder zum alternativen Durstlöscher zu greifen.
Geschmacksverstärker können sich auch hinter unauffälligen Namen wie Hefeextrakt oder Würze verstecken. Da hilft ein genauer Blick auf die Zutatenliste. Foto: Benjamin Nolte/dpa-tmn Was am Ruf von Geschmacksverstärkern dran ist Wenn es schnell gehen muss, greifen viele zu Fertigprodukten. Doch in stark verarbeiteten Lebensmitteln stecken oft Geschmacksverstärker. Wie erkennt man Glutamat und Co? Und gibt es Alternativen?