Erst Edelkakao macht Schokolade edel

04.01.2019
Produzenten unterscheiden verschiedene Kakaosorten. Edelkakao ist dabei das wertvollere Produkt und vielfältiger im Geschmack. Welche Kriterien müssen die Bohnen erfüllen, damit sie als edel bezeichnet werden dürfen?
Edelkakao-Pflanzen sind anspruchsvoll im Anbau und liefern keine hohen Erträge. Dagegen ist Konsumkakao robuster und ertragreicher. Foto: Wolfgang Kumm
Edelkakao-Pflanzen sind anspruchsvoll im Anbau und liefern keine hohen Erträge. Dagegen ist Konsumkakao robuster und ertragreicher. Foto: Wolfgang Kumm

München (dpa/tmn) - Für die Qualität von Schokolade ist entscheidend, welchen Kakao der Hersteller verwendet. Kenner unterscheiden zwischen Edel- und Konsumkakao.

Je größer der Anteil an Edelkakao, desto hochwertiger ist die Schokolade. Während der Konsumkakao ein eher flaches Aroma mit starken Bitterstoffen hat, ist Edelkakao weniger bitter und besitzt fruchtige, nussige oder blumige Aromen, erklärt die Verbraucherzentrale Bayern.

Bei Edelkakao müssten die Bohnen aus einem Land stammen, das von der Internationalen Kakao-Organisation als Edelkakao-Produzent anerkannt ist. Der größte Teil bekannter Sorten wie Criollo, Arriba und Trinitario stammt aus Südamerika, wird aber auch in asiatischen Ländern produziert. Die Pflanzen sind anspruchsvoll im Anbau und liefern keine hohen Erträge. Dagegen ist Konsumkakao robuster und ertragreich.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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