Drei Tipps für weniger Lebensmittel-Abfall

30.05.2019
Gekauft, dann nicht gegessen, schließlich verdorben und weggeschmissen - das muss nicht sein. Die Verbraucherzentralen geben Tipps, wie sich Lebensmittel besser aufbewahren und verwenden lassen.
Gut gelagerte Lebensmittel halten länger - und landen damit nicht so schnell im Müll. Foto: Andrea Warnecke
Gut gelagerte Lebensmittel halten länger - und landen damit nicht so schnell im Müll. Foto: Andrea Warnecke

Hamburg (dpa/tmn) - Hungrig eingekauft, spontan essen gegangen - und schon sind Kühlschrank und Vorratskammer voll mit ungenutzten Lebensmitteln. Damit das nicht alles im Müll landet, gibt es die folgenden Tipps der Verbraucherzentralen Hamburg und Nordrhein-Westfalen:

- Richtig lagern: Die richtige Temperatur und optimale Bedingungen sorgen dafür, dass vor allem Obst und Gemüse nicht so schnell verderben. Wichtigste Grundregel: Neben dem Kühlschrank braucht jede Küche noch fünf weitere Lagerungsorte, Fächer in einem Regal zum Beispiel. Eins ist für Obst, eins für Gemüse. Dazu kommt ein Brotkasten, eine Dunkelbox und ein Lagerort für alles weitere.

- Mindesthaltbarkeitsdatum ignorieren: Abgelaufen ist nicht gleich schlecht, im Gegenteil. Fast alle Lebensmittel lassen sich auch nach dem Stichtag noch bedenkenlos verzehren, wenn Seh- und Riechtest positiv ausfallen - Bier, Öl oder Marmelade zum Beispiel sogar Monate später. Nur bei Fisch und Fleisch sollte man das Verbrauchsdatum unbedingt einhalten.

- Alternativ verwenden: Nur weil etwas roh oder frisch nicht mehr schmeckt, muss es noch lange nicht in den Müll. Erst vor kurzem abgelaufene Eier lassen sich etwa zum Backen verwenden: Hohe Temperaturen töten eventuelle Keime. Auch nicht mehr ganz so aromatische Schokolade kann im Kuchen landen, aus schrumpeligen Kartoffeln wird Brei, altes Brot wird zum Croûton.

Ratgeber "Lagerungs-ABC" der Verbraucherzentrale NRW (PDF)

Ratgeber "So erkennen Sie, ob Lebensmittel noch gut sind" der Verbraucherzentrale Hamburg (PDF)


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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