Darum trübt Bodensatz Getränke mit Holunderblütensirup

03.06.2021
Die Flaschen für den Holunderblütensirup wurden daheim penibel sterilisiert, die Flüssigkeit heiß abgefüllt und gut verschlossen. Trotzdem setzen sich später olle Schlieren ab. Ist das schlimm?
Wer selbst aus Holunderblüten Sirup herstellt, ärgert sich vielleicht über die Schlieren, die später in der Flasche entstehen können. Sie kommen von Blütenpollen, sind aber nicht gefährlich. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Wer selbst aus Holunderblüten Sirup herstellt, ärgert sich vielleicht über die Schlieren, die später in der Flasche entstehen können. Sie kommen von Blütenpollen, sind aber nicht gefährlich. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

München (dpa/tmn) - Sein Duft und Geschmack verleiht Getränken, Desserts, Kuchen oder Salatsoßen ein besonderes Aroma. Doch haben Sie sich auch schon geärgert, dass in selbst hergestelltem Holunderblütensirup Schlieren die Drinks nach einiger Zeit trüben?

Anja Schwengel-Exner von der Verbraucherzentrale klärt auf: «Der Grund dafür sind mitverarbeitete Blütenpollen. Sie bilden Ablagerungen, das sogenannte Sediment.»

Auch weitere natürliche Bestandteile wie Pektin aus zugefügten Zitronen oder Orangen können die Entstehung von Bodensatz fördern. Aber können diese Sedimente auch schädlich sein? Schwengel-Exner beruhigt: Der Bodensatz kann mitgetrunken werden.

Aber warum treten die Schlieren vor allem bei selbst hergestelltem Holunderblütensirup auf und der industriell hergestellte bleibt meist klar? Laut der Expertin wird der Sirup mit besonders feinen Filtern und manchmal mit Hilfsmitteln wie Gelatine oder Pektin geklärt. Diese Stoffe sind anschließend allerdings nicht mehr im Produkt enthalten.

© dpa-infocom, dpa:210603-99-847216/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Das Aroma von blühendem Holunder lässt sich gut in selbstgekochtem Sirup einfangen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand So kocht man Holunderblütensirup selbst ein Holunderblütensirup ist ein treuer Begleiter in der warmen Jahreszeit. Er verfeinert viele Getränke - und wächst auch in Deutschland vielerorts. Die Vereinigung Slow Food verrät, wie man die Blüten erntet und aus ihnen den süßen Nektar gewinnt.
In diese Semmelknödel sind Spargelstückchen eingearbeitet. Foto: Karl Newedel/dpa Königliches Gemüse mal anders: Spargel in Pesto und Knödeln Die Freude ist groß, wenn es heißt: Spargelzeit. Nährstoffreich und kalorienarm, findet das edle Gemüse von Jahr zu Jahr seinen Weg auf unsere Teller. Und: Es schmeckt längst nicht nur zu Sauce Hollandaise und Kartoffeln.
Außergewöhnlicher Genuss: Ein Chutney aus Erdbeeren passt auch nach der Saison der roten Früchte zu Grillfleisch und anderen Gerichten. Foto: Dr. Oetker Versuchsküche/dpa-tmn Erdbeer-Genuss auch nach der Saison Leuchtend rot strahlen sie einem jetzt entgegen - die Erdbeeren. Zwar ist schon bald wieder Schluss mit dem frischen Angebot. Aber es gibt Tricks und Rezepte, mit denen man länger etwas von den begehrten Früchten hat.
Das Beste am Winter: Heißer Punsch aus Apfelsaft, schwarzem Johannisbeersaft und Holunderblütensirup. Foto: Doreen Hassek/dekoreen.blogspot.de/dpa-tmn Apfel-Holunder-Punsch Wenn der Wind uns ordentlich um die Nase weht und wir mit kalten Händen und roten Wangen nach Hause kommen, dann brauchen wir ganz schnell etwas, das wärmt. Ein Apfel-Holunder-Punsch ist rasch zubereitet.