«Öko-Test» nimmt Toastbrote unter die Lupe

28.12.2020
Wer beim Frühstück zu Vollkorntoast greift, kann nichts falsch machen, mag man meinen. Doch in manchem Toast sind Stoffe, die dort nicht hingehören, befand die Zeitschrift «Öko-Test».
Die Zeitschrift «Öko-Test» hat zwanzig verschiedene Sorten Vollkorntoast getestet. Foto: Hans-Jürgen Wiedl/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
Die Zeitschrift «Öko-Test» hat zwanzig verschiedene Sorten Vollkorntoast getestet. Foto: Hans-Jürgen Wiedl/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Ein Toastbrot muss knusprig und locker sein. Damit konnten eigentlich alle getesteten zwanzig Vollkorn-, Körner- und Dinkeltoastbrote punkten. Doch was die Inhaltsstoffe angeht, fanden die Prüfer in acht Produkten Verunreinigungen mit Mineralöl, schreibt die Zeitschrift «Öko-Test» (Ausgabe 1/2021).

Jeweils einmal vergab die Zeitschrift deshalb sogar die Noten «mangelhaft» und «ungenügend». Eine mögliche Quelle für das Mineralöl könnte Schmierfett aus einem Gerät sein, schreibt «Öko-Test». Generell darf man sein Frühstückstoast dennoch genießen: Achtmal gab es ein «Sehr gut» und dreimal ein «Gut».

Kein Schimmel und nicht zu viel Salz

Beim Salzgehalt gibt «Öko-Test» Entwarnung: Die meisten Toastbrote enthielten weniger Salz als etwa bei frischem Brot üblich. Dauerhaft hoher Salzkonsum ist ein Risiko für Bluthochdruck. Auch Schimmelpilzsporen fanden die Tester zum Ende der angegebenen Mindesthaltbarkeit in keinem Brot. Generell ist Toast anfällig für Schimmel. Ist eine Scheibe betroffen, sollte man die ganze Packung wegschmeißen.

Die Menge des krebserregenden Stoffes Acrylamid hat der Verbraucher zu großen Teilen selbst in der Hand. Wird stark und dunkel geröstet, bildet sich mehr davon. Angekohltes Brot sollte man auch nicht abkratzen und dann essen.

Toastbrot eignet sich gut zum Einfrieren und kann gefroren direkt in den Toaster gesteckt werden.

© dpa-infocom, dpa:201222-99-787958/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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