11 Rapsöle sind zu empfehlen

29.10.2020
Rapsöl ist ein Allrounder in der Küche. Viele Produkte sind laut «Öko-Test» qualitativ hochwertig. Beim Kauf müssen Verbraucher nur entscheiden, ob das Öl auch nach Raps schmecken darf.
Rapsöl enthält viele gesunde ungesättigte Fettsäuren. Foto: Robert Günther/dpa-tmn
Rapsöl enthält viele gesunde ungesättigte Fettsäuren. Foto: Robert Günther/dpa-tmn

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Für Rapsöl in der Küche sprechen gute Gründe: Seine Zusammensetzung an Fetten gilt als besonders gesund, es ist preisgünstig und vielfältig einsetzbar. Von 23 getesteten Ölen sind 11 «sehr gut» oder «gut», heißt es in der Zeitschrift «Öko-Test» (Ausgabe 11/2020).

Pestizide, Schadstoffe und Weichmacher wurden, wenn überhaupt, nur in geringen Mengen gefunden. Die Tester nahmen sowohl raffinierte als auch kalt gepresste Öle unter die Lupe. Sieger bei den raffinierten Produkten war mit das günstigste von «Ja! Reines Rapsöl» (0,96 Euro pro Liter) sowie das vom Anbieter Kunella (2,58 Euro pro Liter). 6 weitere raffinierte Rapsöle schnitten mit «gut» ab. Ein Produkt fiel wegen seines stark erhöhten Gehalts an Mineralöl mit einem «ungenügend» durch.

Bei den kalt gepressten Ölen gab es nur ein sehr gutes Produkt: das «Moritz Raps Kernöl nativ» von Kleeschulte. Es zählt mit einem Preis von rund 7,60 Euro aber auch eher zu den hochpreisigen Produkten. Zwei weitere kalt gepresste Öle bekamen ein «gut», zwei ein «mangelhaft» wegen erhöhter Mineralölbestandteile.

Während kalt gepresste Rapsöle ohne Wärmezufuhr gewonnen werden, durchlaufen raffinierte Öle physikalische und chemische Verarbeitungsschritte. Der Vorteil: Unerwünschte Stoffe wie Pestizide oder Schwermetalle werden mit entfernt. Der Nachteil: Sekundäre Pflanzenstoffe und rund 30 Prozent des Vitamin-E-Gehalts gehen verloren.

Und welche Variante ist nun besser? Es kommt darauf an. Wen die saatige und leicht kohlige Rapsnote nicht stört, kann auf ein kalt gepresstes natives Rapsöl zurückgreifen. Sinnvoll ist es, dieses Öl für die kalte Küche zu verwenden, denn nur hier bleibt der Geschmack voll erhalten.

Wer den Eigengeschmack nicht schätzt, aber von den gesunden Fettsäuren profitieren will, für den ist ein raffiniertes Rapsöl völlig ausreichend.

Was für alle Öle gilt: Am längsten halten sie, wenn Verbraucher sie kühl und dunkel lagern, am besten im Kühlschrank.

© dpa-infocom, dpa:201028-99-113569/2

Öko-Test


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Verbraucher haben mehr Auswahl bei raffinierten Ölen. Denn sie sind einem Test zufolge seltener mit Schadstoffen belastet. Foto: Julian Stratenschulte/dpa Raffinierte Rapsöle bei «Öko-Test» besser als native Rapsöl ist beliebt. Wer dabei Wert auf möglichst wenige Schadstoffe legt, sollte genau hinsehen. Denn in einem Test haben wegen der Schadstoffbelastung die nativen Produkte im Schnitt schlechter abgeschnitten als die raffinierten.
Obst oder Süßes? Beides enthält Zucker - der in Kuchen und Co. ist aber verzichtbar. Obst sollte man hingegen keinesfalls vom Speiseplan streichen. Foto: Westend61/ Philipp Dimitri Zucker, Sirup & Co. - Zuckerfallen auf die Schliche kommen Cola, Fleischsalat, Kekse und Co. - Zucker lauert überall, man kann ihm kaum entkommen. Wie lässt sich also ein zuckerfreies Leben führen? Vor allem in Ernährungsfallen sollte man nicht hineintappen.
Viele Olivenöle halten geschmacklich nicht, was ihr Etikett verspricht. Sind sie «extra nativ», dürfen sie weder stichig noch ranzig schmecken. Foto: Andrea Warnecke Viele Olivenöle höchster Güte sind «mangelhaft» Wieder zeigt ein Test: Viele Olivenöle versprechen auf dem Etikett mehr, als ihr Inhalt bietet. Sie schmeckten gärig oder stichig und seien mit Mineralöl belastet, beklagt die Stiftung Warentest.
Die Verbraucherzentrale stellt auf der Grünen Woche in Berlin verschiedene überdosierte Magnesium-Präparate vor. Weitere Infos erhalten Verbraucher auf einem neuen Online-Portal. Foto: Jörg Carstensen Neues Portal informiert über Nahrungsergänzungsmittel Viele Menschen versprechen sich von Vitamin- und Mineralpräparaten eine gesündere Ernährung. Doch wie förderlich sind solche Mittel wirklich? Wer mehr über Risiken erfahren möchte, kann dafür jetzt ein neues Portal nutzen.