Zillertal-Gäste sollen auf Corona-Symptome achten

23.03.2020
Nicht nur Ischgl, auch der österreichische Skiort Zillertal ist inzwischen als Corona-Verbreitungsort identifiziert. Gäste sollten bei typischen Symptomen reagieren.
Das Skigebiet Zillertal gilt inzwischen als Corona-Verbreitungsort. Heimkehrer sollten daher auf die typischen Symptome achten. Foto: Lisi Niesner/EPA/dpa-tmn
Das Skigebiet Zillertal gilt inzwischen als Corona-Verbreitungsort. Heimkehrer sollten daher auf die typischen Symptome achten. Foto: Lisi Niesner/EPA/dpa-tmn

Wien (dpa) - Das Zillertal hat seine Gäste aufgerufen, auf mögliche Symptome einer Coronavirus-Infektion zu achten. Wer kürzlich dort gewesen sei und sich in Après-Ski-Lokalen und Bars aufgehalten habe, solle seinen «Gesundheitszustand genau beobachten», hieß es in einer Mitteilung der beliebten österreichischen Wintersport-Region.

Das Zillertal mit seinen ausgedehnten Skipisten liegt im Bundesland Tirol, das inzwischen vollständig unter Quarantäne steht. Es wird angenommen, dass viele Schneetouristen unter anderem aus Deutschland und Skandinavien das Virus aus ihrem Winterurlaub in ihre Heimatländer einschleppten. Österreichische Ski-Hütten sind zudem häufig Arbeitsorte ausländischer Saisonkräfte.

Die Unterkünfte im Zillertal sind bereits ihre Reservierungslisten durchgegangen, um kürzlich noch dort gewesene Gäste zu informieren. Am Wochenende veranlassten die Behörden den zusätzlichen Aufruf an Personen, die Bars und Restaurants in Mayrhofen, Gerlos, Zell am Ziller sowie Aschau-Kaltenbach zwischen dem 8. und 15. März besucht hatten.

Am Sonntag (22. März) lag laut Gesundheitsministerium die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle in Tirol bei 626 - rund ein Fünftel der in Österreich gemeldeten Fälle. Die Regionalregierung in Innsbruck erntete Kritik dafür, zu langsam auf den Ausbruch und die drohende Ausbreitung des Virus reagiert zu haben, bevor Skigebiete geschlossen wurden und die Region am 15. März unter Quarantäne kam.

Öffentliche Mitteilung

Österreichische Covid-19-Daten


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Lufthansa streicht sein Flugangebot weiter zusammen. Nur noch jeder zehnte geplante Fernflug soll stattfinden und ungefähr jede fünfte Nah- und Mittelstreckenverbindung. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa Airlines schränken ihr Angebot weiter ein Reisen in Zeiten der Coronavirus-Krise wird immer schwieriger - vor allem mit dem Flugzeug. Denn die Airlines reduzieren ihren Betrieb oder stellen ihn sogar ganz ein.
Wegen Corona lässt auch Jamaika keinen Reisenden aus Deutschland mehr ins Land. Foto: Christian Röwekamp/dpa-tmn Wie Reiseländer auf die Corona-Krise reagieren Gesundheitstests, Grenzkontrollen und Einreisesperren: Um die Ausbreitung des Coronavirus zu begrenzen, ergreifen immer mehr Länder Maßnahmen, die insbesondere Urlauber betreffen. Ein Überblick.
Der Check-In Bereich am Flughafen Wien-Schwechat ist fast menschenleer. Foto: Ronald Zak/AP/dpa Österreich schließt zahlreiche Geschäfte Die österreichische Regierung kämpft mit drastischen Maßnahmen gegen das Coronavirus. Nun folgt die nächste einschneidende Stufe - die jeden im Land treffen wird.
Der berühmte Karneval in Venedig wurde aus Sorge wegen der Ausbreitung des Coronavirus im Norden Italiens frühzeitig beendet. Foto: Jin Yu/XinHua/dpa Covid-19: Was Italien-Urlauber wissen sollten Es ist der erste große Sars-CoV-2-Ausbruch in Europa. Und einer, der in seiner Dynamik schwer zu bremsen ist. Binnen weniger Tage schnellt die Zahl der Infektionen in Italien nach oben. Wie in China werden Städte isoliert. In Venedig fällt der Karneval flach.