Worauf Sie beim Kauf eines neuen Zeltes achten sollten

16.06.2020
Wer ein Zelt kaufen möchte, sollte zunächst überlegen, wo er damit übernachten will und wie häufig er sein Lager wechseln wird. Der Einsatzort ist entscheidend, aber nur ein Kaufkriterien von vielen.
Genug Platz für die Familie? Wer mit einem Zelt auf Reisen gehen möchte, sollte sich vor dem Kauf ausführlich über den geplanten Einsatzzweck Gedanken machen. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn
Genug Platz für die Familie? Wer mit einem Zelt auf Reisen gehen möchte, sollte sich vor dem Kauf ausführlich über den geplanten Einsatzzweck Gedanken machen. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn

München (dpa/tmn) - Größe, Gewicht, Platzbedarf: Je nachdem, wohin genau die Reise geht, muss ein Zelt unterschiedliche Eigenschaften haben. Camper sollten sich vor dem Kauf eines Zeltes dazu Gedanken machen, rät Michael Rann vom Tüv Süd.

Für einen Familienausflug an den See brauchen Urlauber eher ein geräumiges Campingzelt. Für eine Trekkingtour durch die Berge sollte es hingegen leicht und handlich sein und sich schnell auf- und abbauen lassen.

Wasserdicht - eine Frage der Millimeter

Natürlich muss ein Zelt stabil und wetterfest sein - also biegsame Stangen haben, die bei einem Sturm nicht brechen. Zudem sollte es mindestens vier Punkte geben, an denen man das Innen- und Außenzelt mit Heringen im Boden befestigen kann, raten die Tüv-Experten.

Damit Camper auch bei starkem Regen trocken bleiben, können sie sich an einer DIN-Norm orientieren. Demnach gilt ein Zelt mit einer Wassersäule von 1300 Millimetern als wasserdicht. Rann rät aber dazu, lieber ein Zelt mit einer Wassersäule von 3000 Millimetern zu wählen.

Doppelt hält besser

Die Außenwände des Zeltbodens sollte mindestens 15 Zentimeter hoch sein und in die Zeltwand hineinragen, damit kein Wasser hineinlaufen kann. Die Nähte sollten zudem doppelt genäht und versiegelt sein - Camper können sie zusätzlich regelmäßig imprägnieren. Reißverschlüsse sollten zweiläufig sein und in beide Richtungen funktionieren.

Außerdem rät der Tüv-Experte dazu, ein doppelwandiges Zelt zu wählen, da die Kombination aus Innen- und Außenzelt mehr Schutz gegen Nässe biete. Damit die Luft gut zirkulieren kann, sollte es einen Abstand zwischen Innen- und Außenzelt geben.

Damit es bei warmen Temperaturen im Inneren nicht zu stickig wird, braucht ein Zelt mindestens zwei Lüftungsoptionen. Für ein gutes Raumklima sorgt zudem ein Innenzelt aus Baumwollgemisch. Gegen Mücken und andere Insekten helfen wiederum Moskito-Gaze vor den Öffnungen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Campen mit Komfort: Bei der Reisefirma Vacanoeselect kann ein Luxuszelt mit Badewanne und Himmelbett gebucht werden. Foto: Jan-Philipp-Strobel Golf und Spa: Das Geschäft mit den Luxuscampern Früher reichten ein einfaches Zelt, ein Schlafsack und die pure Natur. Um mehr Kundschaft anzulocken, rüsten die Platzbetreiber auf und bieten auf Campingplätzen ungewöhnliche Luxusausstattung. Doch Deutschland hinkt beim «Glamping»-Trend hinterher.
Passanten gehen auf der Brücke «Pont de Bir-Hakeim», mit Blick auf den Eiffelturm. Foto: Philippe Lopez/AFP/dpa Urlaubsziele in Europa vor dem Neustart Ob ans Meer in Kroatien oder in die österreichischen Berge: Hält der Trend bei den Corona-Infektionszahlen an, könnten in Europa viele Grenzen ab 15. Juni wieder offen sein. Urlauber und Tourismusbranche schöpfen Hoffnung.
Die Hamburger Reise- und Freizeitmesse "oohh!" hat vom 6. bis 10. Februar geöffnet. Foto: Daniel Reinhardt Reise- und Freizeitmesse «oohh!» präsentiert Outdoor-Trends Im ersten Quartal jeden Jahres locken Reisemessen quer durch Deutschland die Urlaubshungrigen an. Von Stuttgart über Hamburg bis Berlin präsentieren Aussteller Reiseziele weltweit - und zeigen Trends für die Saison auf.
Skandinavien lockt mit wilder Natur, etwa hier in der norwegischen Region Trollheimen. Das Jedermannsrecht erlaubt die freie Bewegung in dieser Natur. Foto: Philipp Laage Wildcampen: Das Jedermannsrecht in Skandinavien Die wilde Landschaft lockt viele Urlauber nach Skandinavien. Besonders reizvoll: Das sogenannte Jedermannsrecht erlaubt die freie Bewegung in der Natur. Anders als in Deutschland ist auch Wildcampen erlaubt. Doch es gibt Regeln und Pflichten.