Woran Kranich-Zähler die Zugvögel erkennen

08.02.2019
Zurzeit ziehen wieder Kraniche über Deutschland in ihre Brutgebiete. Der Naturschutzbund ruft dazu auf, sich beim Zählen der Tiere zu beteiligen. Mit den Daten können Vogelschützer besser für den Schutz der Tiere an ihren Rast- und Brutplätzen sorgen.
Kraniche haben besonders lange Beine und lange Federn an den Flügelenden. Foto: Dieter Damschen/NABU
Kraniche haben besonders lange Beine und lange Federn an den Flügelenden. Foto: Dieter Damschen/NABU

Berlin (dpa/tmn) - Sie haben lange Beine, lange Federn an den Flügelenden und sind in Formationen unterwegs: Die ersten Kraniche wurden bereits mit nördlicher Flugrichtung über Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Sachsen beobachtet, erklärt der Nabu.

Der Naturschutzbund sucht deshalb Kranich-Zähler, die ihre Beobachtungen den Vogelschützern melden. Je mehr Daten über das Zugverhalten zur Verfügung stehen, um so besser könne man Schutzmaßnahmen in Brut- und Rastgebieten treffen.

So können Laien die Kraniche erkennen: Die Zugvögel fliegen häufig in Keilformationen, weil sie so im Windschatten ihres Vordermanns Energie sparen. Sie legen auch gerne mal Segelphasen ein, in denen sie ihre Formation kurzzeitig auflösen. Die Flügel der Kraniche sind eckig.

Die Spannweite eines Kranichs beträgt 180 bis 220 Zentimeter. Daran erkennt man den Unterschied zu Wildgänsen - sie bringen es höchstens auf 175 Zentimeter. Außerdem haben Kraniche im Gegensatz zu Wildgänsen lange Beine. Kranich-Rufe klingen wie eine Trompete mit «Krru» und «Krarr» im Wechsel. Wildgänse dagegen quieken und quäken mehr.

Kranich-Beobachtungen melden


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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