Windows-Handy: Konfiguration ohne SIM-Karte

02.06.2016
Einmal versendete Daten lassen sich nicht mehr zurückholen: Aus diesem Grunde sollten Käufer eines Smartphones oder Tablets mit Windows-10-Mobile-Betriebssystem schon gleich beim ersten Start die Weichen in die richtige Richtung stellen.
Nutzer von Mobilgeräten mit Windows 10 Mobile sollten ihre Smartphones nicht gleich personalisieren. Foto: Peter Steffen
Nutzer von Mobilgeräten mit Windows 10 Mobile sollten ihre Smartphones nicht gleich personalisieren. Foto: Peter Steffen

Berlin (dpa/tmn) - Mobilgeräte mit Windows 10 Mobile als Betriebssystem sollten bei der Inbetriebnahme nicht gleich personalisiert werden. Vielmehr müssten sich Besitzer erst einmal um den Datenschutz kümmern, rät das Verbraucherschutz-Portal «Mobilsicher.de».

Denn die Standardeinstellungen dafür seien ab Werk nicht besonders hoch. Wichtig sei, das Smartphone erst einmal ohne SIM-Karte zu starten, weil sonst die Telefonnummer direkt mit einer Werbe-ID oder anderen Accounts verknüpft werden kann. Ein Microsoft-Konto sollte erst später verknüpft oder eingerichtet werden.

Es könne auch sinnvoll sein, ganz auf eine Kontoverknüpfung zu verzichten, oder für das Gerät einen neuen Account anzulegen. Gibt es aber einmal eine Verknüpfung zwischen Smartphone oder Tablet und einem Microsoft-Konto, sei diese nur schwer rückgängig zu machen. Wer bei der Systemdialog-Frage, ob man ein Konto besitzt oder einrichten möchte, «Jetzt nicht» auswählt, könne eine Entscheidung über die Konto-Frage erst einmal problemlos verschieben.

Die bei der Inbetriebnahme angebotene Express-Einrichtung («Automatische Einstellung») sollte man den Experten zufolge ablehnen, weil dabei der Datenschutz auf ein Minimum reduziert wird. Wer hingegen beim Einrichtungs-Bildschirm «Anpassen» wählt, findet eine Übersicht an Befugnissen, die Microsoft gerne für die eigenen Daten hätte. Dabei stehen virtuelle Schalter, die man erst einmal alle auf die linke «Aus»-Stellung setzen sollte: Die Erlaubnis, auf bestimmte Daten zuzugreifen, können man im Zweifel jederzeit wieder geben.

Nach der Ersteinrichtung sollten die Datenschutzeinstellungen zudem auf Anwendungsebene unter «Alle Apps/Einstellungen/Datenschutz» angepasst werden. Auch hier empfiehlt es sich den Angaben zufolge, zunächst alle Zugriffsmöglichkeiten zu verwehren. Sollte eine App danach nicht funktionieren, weil sie keine Daten weitergeben darf, kann man auch hier Zugriffe schnell wieder erlauben.

Als weitere Sofortmaßnahme empfiehlt es sich, vorinstallierte Apps, die man nicht benötigt, gleich zu installieren. Denn viele dieser Anwendungen seien nicht datensparsam, warnt das Portal. Das Deinstallieren klappt unter «Alle Apps», wenn man so lange auf die entsprechende App drückt, bis sich das Kontextmenü mit der Aktion «Deinstallieren» öffnet. Falsch machen kann man dabei nichts: Bei Windows-Anwendungen, die systemrelevant sind, ist der «Deinstallieren»-Button inaktiv.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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